Schwere Erdbeben in Nicaragua

Gerade bestätigten unsere PartnerInnen aus Santo Domingo von der Insel Ometepe die Nachricht von den beiden schweren Beben, die wir bereits der Presse entnommen haben und die seit Donnerstag mit einem Beben der Stärke 6.1 das Land in Panik versetzt und erschüttert haben.

Voll Sorge denken wir an unsere Freunde und die Menschen in Nicaragua, deren Land wieder einmal von schweren Erdbeben erschüttert wurde und haben ihnen – im Namen aller Freundinnen und Freunde – unsere Anteilnahme übermittelt.

Die Insel selbst ist nicht betroffen, aber die Angst ist immer präsent und viele Menschen sind seit dem schweren Erdbeben 1972 traumatisiert, das die Stadt Managua völlig zerstört hatte. Freitag wurde der Westen von Nicaragua erneut von einem schweren Erdbeben erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,6 lag rund 60 Kilometer südöstlich von Managua in einer Tiefe von 138 Kilometern, wie die US-Erdbebenwarte USGS am Freitag mitteilte. In der Region wurden mehr als 350 Nachbeben gemessen. An der gesamten Pazifikküste des mittelamerikanischen Landes fiel zeitweise der Strom aus.

In Panik hatten zahlreiche Menschen in der Hauptstadt ihre Häuser und Büros verlassen. Eine Freundin aus Managua schrieb uns, dass sich die materiellen Schäden bisher noch in Grenzen hielten, was natürlich für die einzelnen betroffenen Familien nicht wirklich ein Trost sei.. Die Regierung habe angekündigt, dass sie umgehend mit dem Wiederaufbau der zerstörten Häuser beginnen wolle und heute sei das erste Flugzeug mit 8 Tonnen Hilfsgütern aus Venezuela eingeflogen. Immer wieder trifft es die Ärmsten. Glücklicherweise habe es nur zeitweise Wasser- und Stromausfälle in Managua gegeben. Auch die Handys hätten nach etwa 30 Minuten wieder funktioniert, allerdings sei trotzdem nicht an Kommunikation zu denken; denn die Netze seien vollkommen überlastet gewesen. Wir hoffen für die Menschen in Nicaragua, dass es keine weiteren Nachbeben gibt.

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