Zum Fest des Heiligen Diego

erhielten wir von unseren Mitarbeiterinnen Martha und Ana Hernandez und Dr. Alvarado Fotos und Danksagungen, in denen sich unsere MitarbeiterInnen für unsere Unterstützung aus Deutschland bedanken. Sie erfüllten an diesem Tag ein Versprechen, das sie dem Heiligen gegeben hatten. Gemeinsam mit ihnen begleiteten viele Menschen die Rosenkranz-Prozession, schenkten den Kindern und Erwachsenen Mahlzeiten und Süßigkeiten. Damit dankten sie Gott für Vieles in ihrem Leben. Zugleich beteten sie dafür, dass die Zeit der Repression bald enden möge und wieder Ruhe auf ihrer schönen Insel Ometepe einkehren möge.

Vorweihnachtliche Aktivitäten in der Vorschule und traditionelle Feiern auf Ometepe

Es wurde gebastelt, gefeiert und getanzt, bevor die Kinder mit ihren Lehrerinnen Mercedes und Martha Hernandez bis Anfang Februar 2020 in die Ferien gehen. Mit Hilfe der Eltern wurden weihnachtliche Arrangements hergestellt.

Erster kleiner Verkaufsbasar in Santo Domingo

Xochitl Flores schreibt:
„Vor ein paar Monaten hatte ich die Idee, einen kleinen Basar zu veranstalten, auf dem Mütter, die Kinder mit Behinderungen haben und größtenteils alleinstehend sind, ein wenig Motivation erhalten, etwas für sich selbst zu tun. Viele von ihnen sind Fachkräfte und wegen der Situation mit ihren Kindern können sie nicht arbeiten bzw. Arbeit auf der Insel finden.
Mit einer Unterstützung – je nach Fähigkeit – könnte jede in der Lage sein, aktiv etwas zu tun: mit Essen, Armbändern, Dessert…, so könnten sie einen kleinen Gewinn für sich selbst haben. Das waren meine Gedanken.
Nach einigen Bedenken und Gesprächen mit den Projektpartnern, dass es schwierig werden würde wegen der Situation im Lande, bei der die Touristen ausgeblieben sind, um eventuell etwas zu kaufen, haben wir den Basar dann doch durchgeführt zu supergünstigen Preisen.
Die Mütter des Behindertenzentrums und die Erzieherinnen haben daran teilgenommen. Es war sehr schön, es ging schnell und es war möglich, alles zu verkaufen. Vor allem, dass die Mütter sehr glücklich waren und sich mit dieser Veranstaltung erfüllt fühlten. Wir hoffen, dass wir am Ende des Monats einen weiteren Basar veranstalten können.
Der erste Bazar war zwar klein, aber ich wollte die Beteiligung und Akzeptanz beobachten, um ihn später noch besser organisieren zu können.“

Einladung zur einer Lesung zu Gunsten des Ometepe-Projektes-Nicaragua

Das da hätt einmal fast die Welt regiert.
Die Völker wurden seiner Herr. Jedoch
ich wollte, dass ihr nicht schon triumphiert:
der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch. 

Bertolt Brecht in der „Kriegsfibel“

 

Pfarrer i.R. und Autor Michael Höhn liest aus seinem Roman

Das Geheimnis der Sara Abt

Lesung und Gespräch finden am 7. November 2019 um 19 Uhr,
in den Räumen von PaLiKo Synchron,
Rurstr. 19, 50937 Köln-Lindenthal, statt.

 

Zusagen bitte bis 05.11.2019 an:
Begrenzte Teilnehmerzahl!

Abneigung und Feindlichkeit gegenüber Juden wachsen – das beobachten viele Menschen in Deutschland. 61 % der Deutschen sagen, dass die Judenfeindlichkeit zunimmt, die Leugnung des Holocaust sehen 71 % der Deutschen als ein Problem. Vor kurzem gab es einen Terrorangriff auf die jüdische Synagoge in Halle/Saale.

Angesichts der Brisanz des Themas hatte Michael Höhn bereits 1985 einen Roman herausgegeben, „Das Geheimnis der Sara Abt“, der nun in der 3. Auflage erschienen ist. 

Dazu schreibt Hans-Peter Klein:
„Waren es damals in den achtziger Jahren eine Ausländerfeindlichkeit, die sich vor allem gegen türkische Mitbewohner wandte, Rechtsradikalismus und Gewalttätigkeit, sowie Geschichtsverfälschungen und Verherrlichung nationalsozialistischer Vergangenheit, so richten sich heute Hass, Intoleranz und Gewalt gegen Flüchtlinge, die aus Not und Verfolgung ihre Heimat verlassen haben. Aber auch Minderheiten, Andersdenkende, sowie benachteiligte und behinderte Menschen in unserem Land werden diffamiert, bedroht und verfolgt, wobei die Täter auch vor Gewalt nicht zurückschrecken und offen antidemokratische, rassistische und nationalsozialistische Parolen verbreiten.

Es fehlt an Empathie für Menschen in Not. Eine Gleichgültigkeit gegenüber den Fluchtursachen und Gefahren, denen Geflüchtete ausgesetzt sind und für die wir Mitverantwortung tragen, ist der Nährboden für Rechtspopulisten und Rechtsradikale, die auch nicht vor Geschichtsfälschungen und Angriffen auf unsere Erinnerungskultur zurückschrecken.

Damit ist nicht nur ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander in Gefahr, sondern die Verfasstheit unserer Demokratie ist bedroht. So gesehen sind der Weg, den Jürgen Töpfer (eine der Hauptfiguren des Romans) geht und die Entscheidungen, die er dabei trifft, auch weiterhin brandaktuell, und die klare und sensible Darstellung und Schreibweise des Autors machen das Buch nach wie vor lesenswert.

Es gilt, Alternativen gegen Wegschauen, Mitläufertum und Angepasstheit aufzuzeigen und Mut zu Engagement und Zivilcourage zu machen und dabei auch Geschichtserfahrungen und Erinnerungskultur einzubeziehen.“

Ganz besonders hat sich Michael Höhn auch über den Brief des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, gefreut, der das Buch dringend empfiehlt. Er schreibt unter anderem:
„Die Abhandlung kann einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und zum gesellschaftlichen Umgang mit Antisemitismus und Rechtsextremismus leisten.
Mit Ihrem Roman werden Menschen darin bestärkt, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen und sich in ihrem Umfeld aktiv für eine solidarische Gesellschaft zu engagieren. Ich wünsche Ihnen, dass ihre Publikation großen Anklang findet.“

Michael Höhn, Das Geheimnis der Sara Abt
Iatros Verlag, ISBN978-3-86963-214-8,
186 Seiten, 11  €

Das Ometepe-Projekt ist ein ökumenisch orientiertes Spenden­projekt. Es hat das Ziel, die Lebens­be­dingungen der Menschen auf der Insel Ometepe, im Großen Nicaraguasee, zu verbessern. Ins­besondere für arme Familien soll ein Zugang zu medi­zinischer Ver­sorgung und Schul­bildung, bessere Wohn- und Lebens­bedingungen und (durch die Unter­stützung mit Klein­krediten) ein gesicherter Lebens­unter­halt er­möglicht werden. Schwer­punkte des Projektes sind daher die Bereiche Gesund­heit und Bildung, die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen und die Unter­stützung der Arbeit von Frauen gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch. 

Informationen aus Ometepe

Kinder und Lehrerinnen verkleideten sich als Früchte.
„Gestern hatten wir Aktivitäten mit den Kindern in der Vorschule: es ging darum, den Kinder zu vermitteln, wie wichtig es ist, Früchte zu essen. Kinder und Lehrerinnen verkleideten sich als Früchte und es fand eine kleine Messe statt, auf der mit Unterstützung der Eltern die Kinder Obst verkauften.“ schreiben die Vorschulehrerinnen Martha und Mercedes!

Benefizkonzert für Ometepe

Ein großartiges Konzert mit einer musikalischen Reise durch viele Länder ging am Samstagabend mit stehenden Ovationen zu Ende.
Vicente Patíz erzeugte mit seinen verschiedenen Gitarren und ungewöhnlichen Klängen in der evangelischen Kirche in Wiehl eine Klangwelt, die zu Herzen ging.
Biografisches über den freundlichen und talentierten Gitarristen ist der Ansprache von Monika Höhn zu entnehmen.
Aufgrund der positiven Rückmeldungen möchten wir 2020 ein weiteres Konzert mit Vicente Patíz organisieren.
Zwei „Geburtstagskinder“ im Publikum wurden zum 75. und 80.Lebensjahr mit einem besonderen Lied überrascht!
Für die Arbeit auf Ometepe gab es am Ende bei freiem Eintritt eine Spende von 900€.

Monika Höhn

Beginn der Patronatsfeste auf Ometepe

Heute beginnen Altagracia die Patronatsfeste. Am Nachmittag gibt es einen Gottesdienst in der Kapelle und die Herabnahme des Heiligen für die Prozession, die jeden Tag wiederholt wird und stets zu anderen Häusern geht für ein Gelöbnis der jeweiligen Familie. Man feiert die ‚Nachtwache‘ und man teilt das selbst erstellte Essen mit den Anwesenden. Die Kinder auf dem ersten Foto sind diejenigen, die unterwegs die ‚typischen Klänge‘ (Volksmusik) spielen. Kinder, aber auch Erwachsene.
Es ist in Nicaragua so, dass praktisch jedes Dorf seinen Schutzheiligen hat. Der wird einmal im Jahr groß gefeiert.
Für ganz Nicaragua sind diese großen Feiertage der 7. und 8. Dezember, wenn die Heilige Maria gefeiert wird.
Eine Nachtwache findet vor der Prozession am nächsten Morgen statt.