Zum Antikriegstag am 1. September 2020

Seit mehr als 27 Jahren arbeiten wir im zweitärmsten Land Mittelamerikas, in Nicaragua, im Bereich Bildung und Gesundheit. Die weltweit gestiegene Produktion von Rüstungsgütern ist das größte Hindernis für eine erfolgreiche Entwicklungspolitik. „Sie ist ein Skandal angesichts der Tatsache, dass Kriege und Konflikte – neben dem Klimawandel – als die größten Armutstreiber weltweit gelten!“ (Brot für die Welt)

Monika und Michael Höhn

Dank für die Kollekte in Höhe von 5000€ zugunsten des Ometepe-Projektes

Pfarrer i.R. Michael Höhn bedankt sich herzlich für die großzügige Kollekte, die anläßlich der Bestattung einer bekannten Bielsteiner Bürgerin zusammenkam.

„Die wirtschaftliche Lage auf Ometepe ist inzwischen katastrophal – verstärkt durch die Corona-Epidemie,“ so Höhn. „Deshalb ist diese Spende eine große Hilfe für die Ärmsten, für die ich mich im Namen unserer PartnerInnen sehr herzlich bedanke.“

Der Hunger ist zurückgekehrt!

Erschütternde Nachrichten erhält das Ometepe Projekt aus Nicaragua.

„Wir sind zutiefst betroffen von den traurigen Nachrichten, die wir in dieser Corona -Zeit von unseren Partnern auf Ometepe erhalten,“ sagen die Initiatoren des Projektes Monika und Michael Höhn. Täglich erhalten sie Nachrichten und Fotos von der Insel. „Die Not und den Hunger können wir Erwachsenen aushalten,“ sagen die Mütter beim Hausbesuch der Vorschullehrerinnen Mercedes und Martha Hernandez auf Ometepe. „Unsere Kinder aber nicht!“
Einige Kinder werden in ihren Hütten unterrichtet und bekommen Materialien vorbeigebracht, weil sie Angst wegen des Corons-Virus haben. Die Regierung gibt keine Informationen heraus, normale Schulbesuche und Großveranstaltungen laufen weiter. „Für uns ist es schlimm, die Kinder weinen zu sehen, weil sie Hunger haben. Wir haben nicht genug Geld, um Milch und Zucker zu kaufen…wir arbeiten auf den Feldern, wir säen Pipian, Ayote, Chiltoma, Tomaten, Mais, Bohnen und Reis…,“ sagen die Mütter.
Der Winter, die so genannte Regenzeit, hat in Nicaragua begonnen und das weitere Überleben der Menschen hängt davon ab, wie sich das Wetter auf ihren Feldern auswirkt. Nicaragua ist das ärmste Land Mittelamerikas. Seit den Antiregierungsprotesten vor zwei Jahren, die von Sicherheitskräften und Paramilitärs brutal niedergeschlagen wurden, ist die wichtige Einnahmequelle Tourismus versiegt.
Unterstützung aus dem verbündeten Krisenstaat Venezuela gibt es nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte 2019 um 5 Prozent. Entsprechend wächst die Armut. In den Krankenhäusern fehlt es an allem, an Schutzkleidung, Medikamenten, sogar an Sauerstoff.
„Den Dank der Lehrerinnen – stellvertretend für die Familien der Vorschulkinder für die bisherige Unterstützung durch die SpenderInnen möchten wir gerne weitergeben,“ sagen die Eheleute Höhn. „Wir sind uns sehr wohl dessen bewusst, dass zur Zeit weltweit auch andere Schwerpunkte zur Unterstützung im Fokus stehen. Trotzdem hoffen wir sehr, dass die Unterstützung für die Menschen auf Ometepe nicht nachlässt.“

Monika Höhn

 

Liebeserklärung eines Vorschulkindes an seine Lehrerin Mercedes Gonzales

Für meine Lehrerin Mercedes in herzlicher Liebe. Ich sende ihr viele Glückwünsche an ihrem Tag und danke ihr für das, was sie mir gezeigt hat. 29.6.2020

Diese Liebeserklärung eines Kindes aus der Vorschule in Santo Domingo erhielt die Lehrerin Mercedes und schickte uns die nachfolgenden Zeilen:

„Ich bitte Gott, mir zu helfen und mir Kraft zu geben, damit ich meine Mission für meine Kinder erfüllen kann. Es ist schön, die Liebe und Zuneigung von ihnen zu spüren, sie sind der Motor in meinem Leben und ich schätze ihre Gefühle, danke für eure Liebe!

Große Umarmungen und Grüsse an alle SpenderInnen, ♥️♥️️♥️️️🇳🇮🇩🇪“

Herzliche Glückwunsche an unseren langjährigen Mitarbeiter Ralf-Herbert Puhl zum Silbernen Wiehltaler

Wir freuen uns über die Ehrung unseres ehrenamtlichen Mitarbeiters Ralf-Herbert Puhl im Fachausschuss Ometepe in unserem Kirchenkreis!
Ralf-Herbert Puhl betreut seit vielen Jahren die Spenderinnen und Spender des Ometepe -Kontos und ist bei Veranstaltungen immer mit “seinen Flüchtlingen“ als organisatorische Stütze dabei.

https://www.ekagger.de/de/aktuelles/news-detail/getarticle/News/detail/silberner-wiehltaler-fuer-ralf-herbert-puhl/

Hygienemaßnahmen in der Vorschule und schulische Begleitung zu Hause

Den Eltern wurde die Bedeutung des guten Händewaschens ihrer Kinder für die Pflege von Covid 19 erklärt.

Die Vorschullehrerin Mercedes Hernandez schreibt:
Ich schicke Ihnen Bilder meiner Kinder, in denen sie die Leitfäden zu den Inhalten nach Hause erhalten! Meine Kinder und ich brauchen Ihre Unterstützung so sehr.

Und Martha Hernandez schreibt:
Die Menschen tragen auf den Straßen ihre Masken. Hier verlässt meine Familie das Haus nicht, wir bereiten uns mit Essen und Medikamenten vor und wir haben Angst, auf die Straße zu gehen, meine Eltern sind schon alt und wir müssen sie beschützen. Vielen Dank für Eure bisherige Unterstützung!!

Paradies mit Widerhaken – Ometepe in der Corona-Situation

Wieder trifft es die Ärmsten… Die Corona-Situation hat auch die wunderschöne Insel Ometepe im zweitärmsten mittelamerikanischen Land erreicht. Kein Krankenhaus auf der Insel, lange Transportwege ins Krankenhaus zum Festland und mangelhafte Informationen seitens der Regierung, ebenso Ängste in der Bevölkerung, so dass viele Familien in ihren Häusern bleiben, obwohl der Präsident Daniel Ortega öffentliche Veranstaltungen und Menschenansammlungen nicht verbietet. Das ist die Situation, von der die Initiatoren des Ometepe-Projektes, Monika und Michael Höhn, durch die tägliche Kommunikation mit Freunden informiert werden.

Die Künstlerin Edith Fischer, die die Insel schon selbst kennengelernt hat, erinnert mit ihrem Bild nicht nur an die traumhaft schöne Insel Ometepe mit ihrer Vegetation, den Tieren und ihrem Blumenreichtum, sie möchte gleichzeitig auf die Situation der ärmsten Länder hinweisen, die in besonderer Weise durch das Corona-Virus betroffen sind.

Monika Höhn
für das Ometepe-Projekt Nicaragua

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