Dringende Bitte um Hilfe für Nicaragua!

Notrufe aus Nicaragua!

Erschütternde Fotos und Berichte aus Nicaragua erreichen die Initiatoren des Ometepe-Projektes Nicaragua, Monika und Michael Höhn.
„Viel schlimmer konnte es nicht kommen,“ sagen die Eheleute Höhn. „Bereits der erste Hurrikan ETA vor 14 Tagen hatte Verwüstungen angerichtet.
Menschen mussten evakuiert werden und verloren das wenige, das sie in diesem armen Land ohnehin nur noch zur Verfügung hatten.“

Nun erreichte der zweite Hurrikan Iota das Land, von dem besonders der Norden betroffen ist. Auch er hinterlässt verheerende Schäden. Die Auswirkungen des Hurrikans haben sich mit starken Regenfällen und Überschwemmungen auch auf Ometepe bemerkbar gemacht. „Von der Insel erhalten wir Nachrichten, dass die Kommunikation und die Stromleitungen unterbrochen sind. Bäume sind umgestürzt und blockieren Straßen und Wege. Und wieder trifft es am heftigsten die Ärmsten in ihren Hütten und Schlichtunterkünften. Wir hoffen nicht, dass die befürchteten Schlamm-Massen vom Vulkan Maderas zur Evakuierung einiger Familien auf Ometepe führen werden, wie es schon 1998 beim Hurrikan Mitch der Fall war. Wohin sollen die Menschen?“

Der Bedarf an medizinischen Hilfsmitteln wird wieder ansteigen. Viele Menschen erkranken an grippalen Infekten. Sie haben keine Möglichkeit, die Feuchtigkeit zu bekämpfen. Nicht alle Familien haben ihre Reisvorräte in Sicherheit bringen können. Und der Hunger wird zurückkehren. Die Fähre hat ihren Betrieb eingestellt, so dass es keine Möglichkeit gibt, das einzige Krankenhaus auf dem Festland in Rivas zu erreichen. Hinzu kommen die Corona-Pandemie und die Auswirkungen der bürgerkriegsähnlichen Situation seit dem 18. April 2018, wovon sich das Land bis heute nicht erholt hat. Die Wirtschaft ist seitdem zusammengebrochen. „Die Katastrophe ist in fast ganz Nicaragua, “ teilte der pensionierte Bischof von Granada, Bernhard Hombach soeben mit.

Im Moment ist das Ausmaß der konkreten Hilfe aufgrund der unterbrochenen Kommunikation noch nicht genau einzuschätzen, da chaotische Zustände herrschen.
Es gilt abzuwarten, wie die verschiedenen Hilfsorganisationen ihre Einsätze koordinieren. Zu gegebener Zeit erfolgt dann ein konkreter Spendenaufruf.

Ometepe-Projekt sucht neuen Träger

Das Aachener Kindermissionswerkt „Sternsinger“ hat sich aus der Zusammenarbeit zurückgezogen.

Der Evangelische Kirchenkreis An der Agger hat die Dauerspender und Dauerspenderinnen des Entwicklungsprojekts „Ometepe Projekt Nicaragua“ in einem Brief darüber informiert, dass der bisherige Träger, das Aachener „Sternsinger“-Kindermissionswerk, die Zusammenarbeit mit dem Ometepe Projekt beendet hat. Seit 2007 hatte das „Sternsinger“-Kindermissionswerk die juristische und finanzielle Verantwortung für das Projekt inne. Zum Jahreswechsel sollten die Sternsinger planmäßig neben der Geschäftsführung auch die Spendenwerbung übernehmen.

Bisher gingen Spenden auf einem Konto des Kirchenkreises ein, der die Gelder an das Kindermissionswerk weitergeleitet hat. Vorerst werden nun alle neuen Spendeneingänge auf dem Konto des Kirchenkreises gesondert festgehalten.

Die Gründer des Projekts, das Wiehler Ehepaar Monika und Michael Höhn, Pfarrer i.R., haben Gespräche mit einem möglichen neuen Träger aufgenommen.

Das Kindermissionswerk hat bisher die eingegangenen Spenden um 15 Prozent aufgestockt und den Gesamtbetrag nach Ometepe überwiesen. Im Vorfeld der geplanten Übernahme hat das Kindermissionswerk in den Jahren 2017, 2018 und 2019 Verfahren zur Qualitätssicherung nach internationalen Standards durchgeführt.

Kirchenkreis finanziert neues Audit auf der Insel
Das letzte Audit für das Jahr 2019 wurde wegen der Pandemie nicht vor Ort, sondern nur aus der Ferne durchgeführt. Es erfüllte, zur Überraschung des Ometepe Fachausschusses, nicht die Erwartungen. Wegen Mängel in der Kommunikation und der Buchhaltung erteilten die Auditoren der Partnerorganisation kein Testat.

Der Ometepe-Fachausschuss des Kirchenkreises hat nun ein neues Audit in Auftrag gegeben, das auf Ometepe durchgeführt wird.

Das von den Eheleuten Höhn initiierte und geleitete Ometepe-Projekt hat in fast 28 Jahren auf der nicaraguanischen Insel bedeutende Fortschritte im Bereich Bildung und Gesundheit vorangetrieben. Dazu gehören der Bau einer Schule, einer Klinik mit projekteigener Apotheke, eines Behinderten-Zentrums und der Bau von nahezu 200 Häusern mit den notwendigen Latrinen. Außerdem gibt es Studienunterstützungen und Einzelfallhilfen für Bedürftige.

ekagger.de | jth | Foto: Ometepe Projekt Nicaragua

Herzliche Glückwünsche an Manuel!

Wir freuen uns mit Manuel über die Geburt seines zweiten Kindes, der kleinen Keren Nazaret Gutiérrez Carrillo. Sie wurde am 24. September in Managua geboren.
Manuel ist dem Projekt schon schon von Kindesbeinen an verbunden. Er lebt mittlerweile in Managua, und wir freuen uns daß es ihm und seiner Familie gut geht!


Informationen aus der Vorschule


Diese Information schickt uns die Vorschullehrerin Marta Hernández per WhatsApp:

Liebe Freunde,
wie geht es Euch?
Ich hoffe und vertraue auf Gott, dass Ihr gesund seid! Hier ist es ein wenig traurig. Die Situation in Covid 19 gewinnt wieder an Stärke. In der Gemeinde St. Joseph gibt es mehrere Todesfälle. Dasselbe gilt für Moyogalpa, la Flor und San Marcos.
In Altagracia gibt es mehrere infizierte Menschen. Und es wird erwartet, dass sie sich nach den Nationalfeiertagen am 14. September weiter ausbreiten wird. Betet einfach viel und bittet Gott, dass er uns von dieser schlimmen Krankheit wegbringt. Die Kinder besuchen den Unterricht, die Eltern sind ein wenig nervös wegen der Situation. Bitte, passt auf euch auf. Wir beten immer für Euch! Starke Umarmungen. Wir lieben Sie!

Zum Antikriegstag am 1. September 2020

Seit mehr als 27 Jahren arbeiten wir im zweitärmsten Land Mittelamerikas, in Nicaragua, im Bereich Bildung und Gesundheit. Die weltweit gestiegene Produktion von Rüstungsgütern ist das größte Hindernis für eine erfolgreiche Entwicklungspolitik. „Sie ist ein Skandal angesichts der Tatsache, dass Kriege und Konflikte – neben dem Klimawandel – als die größten Armutstreiber weltweit gelten!“ (Brot für die Welt)

Monika und Michael Höhn

Dank für die Kollekte in Höhe von 5000€ zugunsten des Ometepe-Projektes

Pfarrer i.R. Michael Höhn bedankt sich herzlich für die großzügige Kollekte, die anläßlich der Bestattung einer bekannten Bielsteiner Bürgerin zusammenkam.

„Die wirtschaftliche Lage auf Ometepe ist inzwischen katastrophal – verstärkt durch die Corona-Epidemie,“ so Höhn. „Deshalb ist diese Spende eine große Hilfe für die Ärmsten, für die ich mich im Namen unserer PartnerInnen sehr herzlich bedanke.“

Der Hunger ist zurückgekehrt!

Erschütternde Nachrichten erhält das Ometepe Projekt aus Nicaragua.

„Wir sind zutiefst betroffen von den traurigen Nachrichten, die wir in dieser Corona -Zeit von unseren Partnern auf Ometepe erhalten,“ sagen die Initiatoren des Projektes Monika und Michael Höhn. Täglich erhalten sie Nachrichten und Fotos von der Insel. „Die Not und den Hunger können wir Erwachsenen aushalten,“ sagen die Mütter beim Hausbesuch der Vorschullehrerinnen Mercedes und Martha Hernandez auf Ometepe. „Unsere Kinder aber nicht!“
Einige Kinder werden in ihren Hütten unterrichtet und bekommen Materialien vorbeigebracht, weil sie Angst wegen des Corons-Virus haben. Die Regierung gibt keine Informationen heraus, normale Schulbesuche und Großveranstaltungen laufen weiter. „Für uns ist es schlimm, die Kinder weinen zu sehen, weil sie Hunger haben. Wir haben nicht genug Geld, um Milch und Zucker zu kaufen…wir arbeiten auf den Feldern, wir säen Pipian, Ayote, Chiltoma, Tomaten, Mais, Bohnen und Reis…,“ sagen die Mütter.
Der Winter, die so genannte Regenzeit, hat in Nicaragua begonnen und das weitere Überleben der Menschen hängt davon ab, wie sich das Wetter auf ihren Feldern auswirkt. Nicaragua ist das ärmste Land Mittelamerikas. Seit den Antiregierungsprotesten vor zwei Jahren, die von Sicherheitskräften und Paramilitärs brutal niedergeschlagen wurden, ist die wichtige Einnahmequelle Tourismus versiegt.
Unterstützung aus dem verbündeten Krisenstaat Venezuela gibt es nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte 2019 um 5 Prozent. Entsprechend wächst die Armut. In den Krankenhäusern fehlt es an allem, an Schutzkleidung, Medikamenten, sogar an Sauerstoff.
„Den Dank der Lehrerinnen – stellvertretend für die Familien der Vorschulkinder für die bisherige Unterstützung durch die SpenderInnen möchten wir gerne weitergeben,“ sagen die Eheleute Höhn. „Wir sind uns sehr wohl dessen bewusst, dass zur Zeit weltweit auch andere Schwerpunkte zur Unterstützung im Fokus stehen. Trotzdem hoffen wir sehr, dass die Unterstützung für die Menschen auf Ometepe nicht nachlässt.“

Monika Höhn