Hoffnung und Dank beim Fest von San Diego de Alcala

Zum Fest des Heiligen Diego erhielten wir von unseren Mitarbeiterinnen Martha und Ana Hernandez Fotos und einen Text, in dem sie sich für unsere Unterstützung aus Deutschland bedanken. Sie erfüllten an diesem Tag ein Versprechen, das sie dem Heiligen gegeben hatten. Gemeinsam mit ihnen begleiteten viele Menschen die Rosenkranz-Prozession, schenkten den Kindern und Erwachsenen Mahlzeiten und Süßigkeiten. Damit dankten sie Gott für Vieles in ihrem Leben. Zugleich beteten sie dafür, dass die Zeit der Repression bald enden möge und wieder Ruhe auf ihrer schönen Insel Ometepe einkehren möge.

Wir sind dankbar für Eure solidarische Unterstützung unserer Arbeit!

…schreiben die MitarbeiterInnen, Mercedes und Martha Hernández.
In der augenblicklich schwierigen Situation, unter der sie arbeiten und zum Teil selbst traumatisierte Erfahrungen machen mussten seit dem 18. April 2018. „Wir lachen und spielen mit den Kindern, um ihnen ein wenig die Angst zu nehmen, die Eltern täglich haben, wenn sie ihre Kinder zur Schule schicken.“ Auch die Geburtstage von Kindern werden in der Schule gefeiert.

Ometepe-Abend im evangelischen Gemeindehaus Wiehl am 29.10.2018

Einen informativen Abend über die Arbeit des Ometepe-Projektes in Nicaragua erlebten die mehr als 50 Gäste im evangelischen Gemeindehaus in Wiehl. Neben einem Film, den der Evangelienrundfunk in Wetzlar über die Anfänge des Projektes seit 1993 zusammengestellt hatte, berichtete Monika Höhn über die aktuell sehr traurige Situation im Land seit dem 18. April des Jahres.

von links: Dr. Hedi Hogrefe, (Ärztin) Dr. Susanne Lindner (Ärztin und Mitarbeiterin im Fachausschuss) Ursula Blonigen (Krankenschwester und Mitarbeiterin im Fachausschuss) Monika Höhn (Geschäftsführerin des Ometepe Projektes).Die Arbeit im Bereich von Bildung und Gesundheit, vor allem die mit Kindern mit Behinderungen, wird von den 20 Mitarbeiterinnen fortgesetzt, die sich für die großzügige Spendenbereitschaft sehr herzlich bedanken.

Bei einem reichhaltigen Mitbringbuffet gab es Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Nach dem Motto „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ von Martin Buber wollen wir auch unsere künftigen Treffen im Wiehler Gemeindehaus weiter pflegen. Darin sind sich alle MitarbeiterInnen des Fachausschusses Ometepe im Evangelischen Kirchenkreis An der Agger einig.

Auszüge aus dem Vortrag zur Situation in Nicaragua:
Nur kurze Zeit, nachdem die Eheleute Höhn im März für mehrere Wochen auf Ometepe waren, begannen am 18. April die ersten friedlichen Proteste von Studenten in dem mittelamerikanischen Land, die sich an einer geplanten Rentenreform der Regierung von Präsident Daniel Ortega im April entzündeten. Bis heute gibt es eine Reihe von Berichten über Todesopfer, Inhaftierungen Folter und Vergewaltigungen.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist der Ansicht, dass der Präsident Ortega ein Machtpolitiker ist, der die Opposition unterdrückt und über Leichen geht. Es gab bisher zwischen 350 bis 500 Tote und die Gewalttätigkeiten gehen weiter. So befindet sich Nicaragua in einem Ausnahmezustand, auch wenn es im Augenblick so scheint, als sei Ruhe im Land eingetreten. Schwer bewaffnete Polizisten verhaften nach wie vor Menschen, die im Verdacht stehen, auf Seiten der Opposition zu sein und auch Ometepe ist von Hausdurchsuchungen nicht verschont worden. Viele Nicaraguaner meiden es, nach Einbruch der Dunkelheit vor die Tür zu gehen. Es gab von den Protestierenden gebaute Barrikaden aus Pflastersteinen und Teile der öffentlichen Infrastruktur wurden lahmgelegt. Kritik an der sandinistischen Regierung darf nicht geäußert werden.

Seit Jahren gibt es Kritik an Daniel Ortega und seiner Ehefrau, der Vizepräsidentin Rosario Murillo. Eigene Familienmitglieder wurden zu allererst vom Präsidentenpaar versorgt und wurden loyale Funktionäre der Regierungspartei FSLN. Mit Hilfe von Geldern aus Venezuela war es möglich, dem Land zu einem Aufschwung zu verhelfen. Zudem galt Nicaragua als eines der sichersten Entwicklungsländer innerhalb der mittelamerikanischen Länder.
Das Kanalprojekt und das strikte Abtreibungsverbot stießen jedoch immer wieder auf Ablehnung. Das Verhältnis zwischen Regierung und der Privatwirtschaft verschlechterte sich in dem Maße, in dem ausländische Hilfe zurückging und drastischere Maßnahmen wie eine Steuerreform nötig wurden.
Auf Ometepe haben die Hotels bis auf sehr wenige Ausnahmen geschlossen, der Tourismus findet kaum statt. Die Menschen haben Angst und die Traumatisierungen durch die Gewalttätigkeiten sind vielen Familien anzusehen.
„Wir sind deshalb besonders dankbar, dass wir gerade jetzt mit zwei Spenden von insgesamt 15.000€ überrascht worden sind, so dass die Arbeit im Projekt im Bereich der Behinderung der Schule und der medizinischen Versorgung weiterhin unterstützt werden kann. So wird die Hilfe mit Unterstützung vieler Menschen aus dem oberbergischen Kreis weitergehen und die inzwischen freundschaftlich gewachsenen Kontakte werden täglich gepflegt.“

von Monika Höhn

Offenes Treffen Ometepe

Am Montag, dem 29. Oktober um 19:00 Uhr findet unser traditionelles Ometepetreffen im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde in Wiehl statt und nicht, wie in den Jahren zuvor, in den Behindertenwerkstätten Wiehl-Faulmert. 

Thema des Abends: 
Rückblicke – Ausblicke – aktuelle Situation in Nicaragua und auf der Insel Ometepe. 

Wir freuen uns über jeden Gast und freuen uns über einen kleinen Beitrag zum Mitbring-Buffet – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Vom Brot bis zu einem Stückchen Käse, Salat oder Nachspeise, alles ist willkommen und hat bisher immer für große Überraschung gesorgt . 

Der Welternährungstag – Nachrichten aus Ometepe

Eine hoffnungsvolle Botschaft erhielten wir heute von unseren Erzieherinnen Martha und Mercedes aus Santo Domingo!
Trotz der sehr traurigen und desolaten Situation auf der Insel, bemühen sich unsere Erzieherinnen, den Kindern ein angstfreies Klima und einige Stunden voller Freude zu ermöglichen.

Sie haben mit den Kindern all das vorbereitet, was sich aus Mais zubereiten lässt.
Diese positiven Informationen haben uns sehr gefreut und sind für uns doch sehr wichtig angesichts der sich zuspitzenden gewaltsamen Eskalationen nun auch auf der Insel.

Weltkindertag am 16.09.18

Unser Stand auf dem Weltkindertag im Wiehlpark in Wiehl hat schon eine lange Tradition.
Also waren wir auch in diesem Jahr am 16.09.18 wieder vertreten.
Unser Ziel war es wie immer auf unser Projekt und das Leben der Menschen (insbesondere der Kinder) auf OMETEPE aufmerksam zu machen. Dazu wollten wir mit Verkäufen von Schmuck und anderen Mitbringseln aus OMETEPE möglichst viel Geld fürs Projekt sammeln.
Anna, Ursula und Kerstin hatten erst mal mehr als eine Stunde zu tun alles aus den Kisten auszupacken und den Stand den Jürgen und Wolfgang aufgebaut hatten schön zu dekorieren. Am frühen Nachmittag kam das Geschäft langsam in Schwung. Bei strahlendem Sonnenschein stieg die Zahl der Besucher – meist Familien mit Kindern weiter an.
Sobald sich jemand für uns interessierte haben wir auf den Zweck unseres Projektes hingewiesen und bei vielen Menschen auch Zustimmung für unsere Arbeit auf OMETEPE erfahren. Obwohl wir für die Kinder keine Aktivitäten anbieten konnten, waren viele fasziniert von den Gegenständen aus Nicaragua, seien es die Kalebassen, die Spielzeuge und Puppen oder Rasseln und Flöten. Auch zählten einige Kinder zu unseren Kunden. Sie kamen, um mit ihrem Taschengeld für ihre Mutter ein Schmuckstück gegen eine Spende zu erstehen.
Am Ende des Tages freuten wir uns über einen Betrag von 320,-€ für die Projektarbeit.

5.000€ als Spende für Nicaragua

Freudige Überraschung für die Mitarbeiter des Ometepe-Projektes.

„Wie sehr haben wir uns darüber gefreut, dass die Spendenbereitschaft für Ometepe/ Nicaragua nicht nachgelassen hat“ sagen die Initiatoren des Projektes Monika und Michael Höhn. Gerade wurde eine Spende der evangelischen Trinitatis-Kirchengemeinde in Münster für das Ometepe-Projekt im Evangelischen Kirchenkreis an der Agger überwiesen.
Seit vielen Jahren besteht eine enge Verbindung zu der Gemeinde, insbesondere durch den Eine-Welt-Kreis, durch Vortrag, Gottesdienst und Lesungen der Eheleute Höhn.

Viele Menschen sind bestürzt, entsetzt und voller Trauer über das, was seit dem 19. April in Nicaragua geschieht. Ein Land, das unter den mittelamerikanischen Ländern als das bisher friedlichste galt. „Dass es nach friedlichen Demonstrationen, deren Auslöser zunächst die Reduzierung von Renten und die Anhebung der Sozialversicherungsbeiträge waren, zu Gewalttätigkeiten, mit etwa 400 Toten und unzähligen Verhaftungen – insbesondere von jungen Menschen – kommen würde, damit hatte niemand gerechnet, der in den 25 Jahren des Projektbestehens Ometepe kennen gelernt hat“, sagen Monika und Michael Höhn, die noch im März für mehrere Wochen auf Ometepe waren.
Die Eskalation der verschiedenen Seiten führte schließlich dazu, dass das Auswärtige Amt von Reisen nach Nicaragua gegenwärtig abrät. Die meisten Hotels auf der Insel Ometepe haben geschlossen, Menschen wurden entlassen und die Arbeitslosigkeit ist hoch.
Der Druck auf Präsident Daniel Ortega und seine Frau wächst von Tag zu Tag, dass sie ihr Amt niederlegen. Auch vorgezogene Neuwahlen werden gefordert.

„Es sind überwiegend alleinerziehende Frauen mit Kindern, die im Bereich Bildung und Gesundheit und mit Kindern mit Behinderungen arbeiten und ihr monatliches Gehalt aus Deutschland erhalten,“ sagen die Initiatoren.
Auch auf dem Weltkindertag im Wiehlpark haben MitarbeiterInnen des Projektes sich mit einem Ometepe-Stand präsentiert, um auf die aktuelle Situation in Nicaragua hinzuweisen, die bisher in den hiesigen Medien keine breite Öffentlichkeit erreicht hat. Durch den Verkauf von Schmuck und Gegenständen aus Nicaragua wurden 360€ eingenommen, die ebenfalls der Arbeit mit den in Entwicklungsländern am meisten benachteiligten Kindern mit Behinderungen zugutekommen.
Wie sich die Lage in Nicaragua weiter entwickeln wird, kann bisher noch niemand voraussagen. Täglich informieren die MitarbeiterInnen des Projektes über ihre Arbeit in der Vorschule, in Schule und Behinderteneinrichtung über ihre Arbeit, die auf der Insel bisher ohne große Einschränkungen weitergeht, obwohl die Ängste in der Bevölkerung recht groß sind.

von Monika Höhn