Dank an alle Spenderinnen und Spender für die notwendige Arbeit im Bereich Gesundheit und Bildung

Auch für das dritte Quartal 2018 ist es uns möglich, den Betrag von 30.000€ für die Arbeit im Projekt und die Gehälter für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Nicaragua zu überweisen. Die besonders benachteiligten Kinder mit Behinderungen und ihre Begleitung durch unsere wunderbaren Mitarbeiterinnen sind ein weiterer Schwerpunkt unserer Unterstützung, für die wir Ihnen und Euch allen herzlich danken. Der Betrag wird – wie schon seit vielen Jahren – an das Kindermissionswerk Die Sternsinger überwiesen und von dort um weitere 15% erhöht.


Mitglieder des Fachausschusses Ometepe im Katholischen Stadthaus in Wuppertal


Ursula Blonigen, Dr. Susanne Lindner, Monika und Michael Höhn, Karla Gaisbauer (von links)Am 16.Mai 2018 besuchten Mitglieder des Fachausschusses Ometepe im Ev. Kirchenkreis An der Agger (von links) Ursula Blonigen, Krankenschwester, Dr. Susanne Lindner, Ärztin, Monika und Michael Höhn, Geschäftsführer und die Vorsitzende, Karla Gaisbauer, auf Einladung von Hermann Schulz die Ausstellung „Bauern aus Solentiname malen das Evangelium“. Angesichts der aktuellen schwierigen Situation in Nicaragua fand die Ausstellung eine ganz besondere Beachtung! Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Mai zu besuchen, die wir gerne empfehlen möchten.


Ehemaliger Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger besuchte das Ometepe-Projekt

 Empfang der deutschen Gäste Pfr. i.R. Horst Ostermann mit seiner Frau Heike durch unser Projektpartner Sonja Kofler, Dr. JorgeQuintana und Alcides Flores Viele Jahre lang hat der frühere Superintendent, Pfarrer i.R. Horst Ostermann, das Ometepe-Projekt Nicaragua begleitet. Auf seiner mehrmonatigen USA-Reise machte er nun – gemeinsam mit seiner Frau Heike – einen „Abstecher“ nach Ometepe.
Trotz der kurzen Zeit, die den beiden vor ihrer Heimreise nach Deutschland zur Verfügung stand, erhielten sie einen guten Eindruck vom Ometepe-Projekt. Nicht zuletzt durch die sachkundige und freundlichen Führung und Übersetzung durch Sonia Kofler, der wir ebenso herzlich danken wie den Mitarbeitern der Projektleitung Alcides Flores und Dr. Jorge Quintana.

Seine Eindrücke hat Pfarrer i.R. Horst Ostermann in folgendem Text festgehalten.

Pfarrer i.R. Horst Ostermann an der Clinica La EsperanzaQuinta Monika – Casa de la Esperanza

Unsere Ankunft in Santo Domingo
Ein Straßenzug rundum mit Häusern der Familie von Alcides Flores – seit drei Generationen Bauern in Santo Domingo. Er erklärt uns: Ometepe liegt zwischen dem Feuer spuckenden Vulkan Conception und dem Wasser spendenden Vulkan Madeira. Wir staunen. Die Bäume grün und farbhelle Blüten überall– und das am Ende einer langen Trockenzeit! Alcides und Sonja haben uns am Hafen begrüßt und begleiten uns nach Santo Domingo bis zur Quinta Monika – gebaut 1996 nach einjähriger Bauzeit – vor 22 Jahren- seitdem betreut von Berta. Alcides hat Monika und Michaelito von seinem Land ein Stück abgegeben. Darauf haben sie sie errichtet:
Die Casa de la Esperanza.

Horst Ostermann mit dem Projektleiter Alcides Flores und Sonia KoflerWir kommen von der heißen Straße, auf der uns Alcides in seinem alten Lastwagen die 30 km vom Hafen hierher gebracht hat. Als Erstes weht uns aus dem Haus mit seiner riesigen Gemeinschaftshalle – hoch wie eine Kirche oder eine große Scheune – der Wind vom Nicaragua See direkt entgegen. Im Haus riecht es frisch und es ist kühl. Mit Ziegeln roh gedeckt auf einfachen Dachlatten zieht hier überall der Wind hindurch. Die kühle frische Luft vom See tut gut.
Casa de la Esperanza

Wir setzen uns in die Liegestühle auf der Rückseite des Hauses und schauen durch die Bäume, Büsche und Blumen hin zum See. Wir hören sein Rauschen.
Ein lustiges kleines Tier – ähnlich dem amerikanischen Squirl und unseren Eichhörnchen und zwei kecke blau – weiß gestreifte große Vögel – unseren Eichelhähern ähnlich und zwei blau schillernde Rabenvögel haben hier ihre Reviere. Drei Kokospalmen hängen voller hellgelber Kokosnüsse – und der Wind rauscht in den Zweigen und in den Schindeln des Hauses.
Casa de la Esperanza

Sonia Kofler, bei der Führung durch die Einrichtungen. Die Pre-escolar hat ein Gästebuch angelegt, in dem sich Besucherinnen und Besucher eintragen können.Die Alltagsgedanken treten zurück und es entsteht Raum für die Idee, die hinter all dem hier steht:
Leben ist Begegnen und das Ziel des Weges liegt dort, wo die Ärmsten der Armen leben. Da wollen wir morgen hingehen. Heute dürfen wir einkehren und Herberge nehmen in der
Casa de la Esperanza

Heute Abend schon beim Essen werden uns Sonja und Alcides von dem Projekt erzählen, das sie vor 25 Jahren hier mit Monikas und Michaels Hilfe begonnen haben. Wir sind gespannt darauf, was sie sagen und uns zeigen werden. Wir fühlen uns gut aufgehoben und eingestimmt auf das, was uns erwartet.
Dank der Casa de la Esperanza.

Ometepe, am 12. April 2018

Sonder-Notifax zur Situation in Nicaragua

Marbod Roßmeißl von der Aktion Städtefreundschaft Frankfurt-Granada e.V. hat heute ein Sondernotifax zur Situation in Nicaragua herausgegeben. Vielen Dank an dieser Stelle für diese tolle wöchentliche Zusammenfassung von Nachrichten aus Nicaragua!

Gewalttätige Proteste wegen INSS in Nicaragua.

Vermutlich habt Ihr inzwischen durch die Medien erfahren, dass es gewaltsame Proteste in Nicaragua wegen der Erhöhung der Sozialversicherung gibt. Unsere Mitarbeiter schreiben ständig, äußern ihre Besorgnis und wir stehen per WhatsApp in regelmäßigem Kontakt zu ihnen. Wir haben einen Leserbrief für die Presse „La Prensa“ formuliert und unseren Projektleiter gebeten, ihn entsprechend weiterzuleiten. Den stellvertretenden Chefredakteur kennen wir sehr gut, da er schon öfter über die Projektarbeit berichtet hat! Wir können nur hoffen, dass die Gewalttätigkeiten ein Ende nehmen, bei denen es inzwischen 25 Tote und 67 Verletzte gegeben hat. In wenigen Wochen werden unsere Projektpartner zum 25-jährigen Projektbestehen eintreffen und wir werden die Möglichkeit haben, die Zusammenhänge dieser gewalttätigen Proteste von ihnen persönlich zu erfahren.
Auch auf Ometepe hat es gestern eine Demonstration gegeben, die gottseidank friedlich verlaufen ist.
Wir grüßen Euch alle sehr herzlich und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Monika und Michael Höhn



Leserbrief für die La Prensa – z.H. Freddy Potoy

Die Autoren Monika und Michael Höhn schreiben dazu aus Deutschland:
1993 sind wir zum ersten Mal nach Nicaragua auf die Insel Ometepe gekommen.
Wir sind die Initiatoren des Ometepe Projektes, die sich für Gesundheit und
Bildung mit vielen Unterstützerinnen aus Deutschland seit nunmehr 25 Jahren
engagieren und am 16. Juni das 25-jährige Projektbestehen in Deutschland
mit Gästen von der Insel feiern werden.
In diesen Jahren sind mehr als 200 Menschen mit uns gereist, die sich für
das wunderbare Land Nicaragua interessieren und sich in Deutschland
engagieren, um die Bevölkerung in den unterschiedlichen Bereichen zu
unterstützen. Darüber hinaus haben sich inzwischen intensive Freundschaften
entwickelt.
Seit ein paar Tagen erhalten wir Anrufe und Anfragen, nachdem die blutigen
Ausschreitungen durch die Medien auch in Deutschland bekannt geworden sind.
Es ist nicht unsere Absicht, uns in landesinterne Konflikte einzumischen,
das steht uns auch gar nicht zu!
Entsetzt sind wir allerdings darüber, dass einige Freunde ihre Reisen nach
Nicaragua schon absagen wollen, weil sie Angst haben, das Land zu bereisen.
Wir lehnen Aggressivität und Gewalt grundsätzlich ab. Es wäre schade, wenn
der sich so positiv entwickelnde Tourismus ausbliebe, der für viele
nicaraguanische Menschen eine Chance sein könnte.
Gerade sind wir selbst von einem vierwöchigen Aufenthalt aus Nicaragua
zurückgekehrt und haben voll Begeisterung von der inzwischen auch recht
positiven Entwicklung auf der Insel Ometepe berichtet, der Insel, auf der
wir 1993 mit dem Schild begrüßt wurden: Ometepe – Oasis de paz!

Wir wünschen uns sehr, dass in Ihrem Land Ruhe einkehrt und es zu
akzeptablen Lösungen Ihrer Konflikte kommt.
Mit solidarischen Grüßen

Monika und Michael Höhn

Die Schule auf Ometepe hat begonnen

Die beiden Lehrerinnen Mercedes und Martha freuen sich, dass sie ihre Arbeit in der Schule wieder aufnehmen konnten. So erhielten wir in diesen Tagen die ersten Fotos vom Einschulungstag der Kinder, der zunächst für alle Klassen in der neugebauten Schule in San Fernando stattfand. Von staatlicher Seite wurden wieder Lebensmittel für die Grundversorgung der Kinder in der Schule angeliefert. Schulmaterialien und Schultaschen wurden verteilt. Am nächsten Tag ging dann der Schulalltag weiter an der Schule La Esperanza in Santo Domingo. Die Kinder erhielten wieder ihr traditionelles Essen und Milch.

Neujahrsempfang des Ometepe Projektes 2018

Foto: Vera MarzinskiDas Jubiläumsjahr wurde beim Neujahrsempfang des Ometepe Projektes eingeläutet.
Der traditionelle Neujahrsempfang fand wieder im Victor’s Hotel in Gummersbach statt. Monika und Michael Höhn waren erfreut über die 80 Gäste, die sich an diesem Abend eingefunden hatten. Unter ihnen viele Anwesende, die zum ersten Mal dabei waren. … weiterlesen →