Regionalkonferenz Weltwärts – Mexico 2018

Unsere Mitarbeiterin, die Psychologin Xochilth Alejandra Paizano Nuñez, schickte uns am 25.11.2018 ihren Bericht über Ihre Teilnahme an einer Regionalkonferenz von Eirene in Mexiko.

Am vergangenen 4. November hatte ich dank unserer Organisation AMIGA und der Entsendung von Freiwilligen von EIRENE die Gelegenheit, nach Mexico zu reisen, um an der Regionalkonferenz von Weltwärts teilzunehmen, das sind freiwillige Dienstleistende für die Entwicklung von Deutschland und ebenfalls international. Man hat auch das 10jährige Bestehen gefeiert unter dem Motto: „Weltwärts verändert“.
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Bericht der Krankenschwester Ute Hohmann-Klose

Sehr geehrte Familie Höhn,
mit Interesse habe ich ihr Buch gelesen „Und Esmeralda tanzte“ gerade weil ich vor einem Jahr selbst in Nicaragua und auf der Insel Ometepe war. Den Vulkan Maderas habe ich mit meiner Tochter und einem Führer bestiegen. Meine jüngste Tochter war von August 2017 bis Mai 2018 als Freiwillige in Managua und hat dort mit Kindern von benachteiligten Familien gearbeitet. Wegen der politischen Unruhen musste sie das Land innerhalb von 24 Stunden verlassen, sie trauert der Zeit immer noch nach und möchte auch unbedingt wieder nach Nicaragua zurück wenn es die Umstände zulassen.

(…) wie gesagt, ich arbeite als Krankenschwester in einem Epilepsiezentrum, ich wohne im Raum Offenburg und wenn ich irgend etwas tun kann, um Ihre Arbeit zu unterstützen, dann lassen Sie es mich wissen.

Anbei der Link, um auf den Blog meiner Tochter Franziska zu kommen. Sie stellt dabei auch ihre Organisation vor.

https://einweitererfreiwilligenblog.wordpress.com/

Mit freundlichen Grüßen

Ute Hohmann-Klose

Federbetten für Ometepe – Wir sammeln weiter

Eine ungewöhnliche Spendenaktion!

Seit vielen Jahren sammelt Jürgen Brüning aus Oberbantenberg Federbetten, die entsorgt werden sollen, und gibt sie weiter an einen Federbettenabholer.
Das Ometepe-Projekt erhielt die erfreuliche Mitteilung, dass bei der aktuellen Sammlung 900 Kilo Federn (90 Cent/pro kg) zusammenkamen. Der Erlös von rund 800€ geht auf das Konto des Ometepe-Projekts beim Kirchenkreis An der Agger. Die Mitarbeiter des Projekts bedanken sich herzlich bei allen Spender*innen. Die Menschen auf Ometepe sind gerade in den augenblicklich sehr schwierigen Zeiten besonders auf diese Unterstützung angewiesen.

Kinder helfen Kindern


Die Kinder des Grundschulverbundes Beethovenstraße in Hilden sammelten zu St. Martin.
Von Monika Höhn.

„Kinder helfen Kindern und ich bin dabei!“ Unter diesem Motto fand auch in diesem Jahr wieder die Sammelaktion für das Projekt statt, die für die Kinder eine langjährige Tradition hat. Am Montag, dem 5. November, zogen die Kinder mit ihren Begleitern durch die Straßen im Hildener Norden und baten um Spenden.
Die Kinder des Grundschulverbundes hatten es sich zum Ziel gesetzt, durch die Sammelaktion einen Beitrag zu den wichtigen Anliegen des Projektes zu leisten. Diese Aktion fand absichtlich in der Zeit des Andenkens an den heiligen Martin statt, der seinen Mantel mit einem Bettler geteilt hatte.
So war es in der Pressemitteilung des Grundschulverbundes zu lesen. Die Geldübergabe der Spenden erfolgte am 7. November am Schulvormittag gemeinsam mit allen Kindern und dem Schulteam an Monika und Michael Höhn, die den unerwartet hohen Betrag von rund 2013€ mit herzlichem Dank entgegennahmen.

Fotos: Höhn

Hoffnung und Dank beim Fest von San Diego de Alcala

Zum Fest des Heiligen Diego erhielten wir von unseren Mitarbeiterinnen Martha und Ana Hernandez Fotos und einen Text, in dem sie sich für unsere Unterstützung aus Deutschland bedanken. Sie erfüllten an diesem Tag ein Versprechen, das sie dem Heiligen gegeben hatten. Gemeinsam mit ihnen begleiteten viele Menschen die Rosenkranz-Prozession, schenkten den Kindern und Erwachsenen Mahlzeiten und Süßigkeiten. Damit dankten sie Gott für Vieles in ihrem Leben. Zugleich beteten sie dafür, dass die Zeit der Repression bald enden möge und wieder Ruhe auf ihrer schönen Insel Ometepe einkehren möge.

Wir sind dankbar für Eure solidarische Unterstützung unserer Arbeit!

…schreiben die MitarbeiterInnen, Mercedes und Martha Hernández.
In der augenblicklich schwierigen Situation, unter der sie arbeiten und zum Teil selbst traumatisierte Erfahrungen machen mussten seit dem 18. April 2018. „Wir lachen und spielen mit den Kindern, um ihnen ein wenig die Angst zu nehmen, die Eltern täglich haben, wenn sie ihre Kinder zur Schule schicken.“ Auch die Geburtstage von Kindern werden in der Schule gefeiert.

Ometepe-Abend im evangelischen Gemeindehaus Wiehl am 29.10.2018

Einen informativen Abend über die Arbeit des Ometepe-Projektes in Nicaragua erlebten die mehr als 50 Gäste im evangelischen Gemeindehaus in Wiehl. Neben einem Film, den der Evangelienrundfunk in Wetzlar über die Anfänge des Projektes seit 1993 zusammengestellt hatte, berichtete Monika Höhn über die aktuell sehr traurige Situation im Land seit dem 18. April des Jahres.

von links: Dr. Hedi Hogrefe, (Ärztin) Dr. Susanne Lindner (Ärztin und Mitarbeiterin im Fachausschuss) Ursula Blonigen (Krankenschwester und Mitarbeiterin im Fachausschuss) Monika Höhn (Geschäftsführerin des Ometepe Projektes).Die Arbeit im Bereich von Bildung und Gesundheit, vor allem die mit Kindern mit Behinderungen, wird von den 20 Mitarbeiterinnen fortgesetzt, die sich für die großzügige Spendenbereitschaft sehr herzlich bedanken.

Bei einem reichhaltigen Mitbringbuffet gab es Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Nach dem Motto „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ von Martin Buber wollen wir auch unsere künftigen Treffen im Wiehler Gemeindehaus weiter pflegen. Darin sind sich alle MitarbeiterInnen des Fachausschusses Ometepe im Evangelischen Kirchenkreis An der Agger einig.

Auszüge aus dem Vortrag zur Situation in Nicaragua:
Nur kurze Zeit, nachdem die Eheleute Höhn im März für mehrere Wochen auf Ometepe waren, begannen am 18. April die ersten friedlichen Proteste von Studenten in dem mittelamerikanischen Land, die sich an einer geplanten Rentenreform der Regierung von Präsident Daniel Ortega im April entzündeten. Bis heute gibt es eine Reihe von Berichten über Todesopfer, Inhaftierungen Folter und Vergewaltigungen.
Die Mehrheit der Bevölkerung ist der Ansicht, dass der Präsident Ortega ein Machtpolitiker ist, der die Opposition unterdrückt und über Leichen geht. Es gab bisher zwischen 350 bis 500 Tote und die Gewalttätigkeiten gehen weiter. So befindet sich Nicaragua in einem Ausnahmezustand, auch wenn es im Augenblick so scheint, als sei Ruhe im Land eingetreten. Schwer bewaffnete Polizisten verhaften nach wie vor Menschen, die im Verdacht stehen, auf Seiten der Opposition zu sein und auch Ometepe ist von Hausdurchsuchungen nicht verschont worden. Viele Nicaraguaner meiden es, nach Einbruch der Dunkelheit vor die Tür zu gehen. Es gab von den Protestierenden gebaute Barrikaden aus Pflastersteinen und Teile der öffentlichen Infrastruktur wurden lahmgelegt. Kritik an der sandinistischen Regierung darf nicht geäußert werden.

Seit Jahren gibt es Kritik an Daniel Ortega und seiner Ehefrau, der Vizepräsidentin Rosario Murillo. Eigene Familienmitglieder wurden zu allererst vom Präsidentenpaar versorgt und wurden loyale Funktionäre der Regierungspartei FSLN. Mit Hilfe von Geldern aus Venezuela war es möglich, dem Land zu einem Aufschwung zu verhelfen. Zudem galt Nicaragua als eines der sichersten Entwicklungsländer innerhalb der mittelamerikanischen Länder.
Das Kanalprojekt und das strikte Abtreibungsverbot stießen jedoch immer wieder auf Ablehnung. Das Verhältnis zwischen Regierung und der Privatwirtschaft verschlechterte sich in dem Maße, in dem ausländische Hilfe zurückging und drastischere Maßnahmen wie eine Steuerreform nötig wurden.
Auf Ometepe haben die Hotels bis auf sehr wenige Ausnahmen geschlossen, der Tourismus findet kaum statt. Die Menschen haben Angst und die Traumatisierungen durch die Gewalttätigkeiten sind vielen Familien anzusehen.
„Wir sind deshalb besonders dankbar, dass wir gerade jetzt mit zwei Spenden von insgesamt 15.000€ überrascht worden sind, so dass die Arbeit im Projekt im Bereich der Behinderung der Schule und der medizinischen Versorgung weiterhin unterstützt werden kann. So wird die Hilfe mit Unterstützung vieler Menschen aus dem oberbergischen Kreis weitergehen und die inzwischen freundschaftlich gewachsenen Kontakte werden täglich gepflegt.“

von Monika Höhn