Danke für Eure Unterstützung!

Zum Schulabschluss auf Ometepe schreibt Mercedes Hernández:

Gott sei Dank habe ich ein weiteres Jahr mit meinen Kindern abgeschlossen, die 23. Klasse, die den Gründern des P.O.A. Monika und Miguel Höhn gewidmet wurde.

So Gott will soll ab dem 20. Januar 2021 der Unterricht wieder beginnen.
Ich habe 20 Kinder eingeschrieben, und die Eltern rufen mich an, um mehr Kinder einzuschreiben, ich denke, es werden mehr Kinder in der Schule angemeldet. Gott sei Dank, wir sind sehr froh, dass viele Eltern unsere Arbeit schätzen!

Jahresabschlussfeier mit den MitarbeiterInnen des Projektes am 9. Dezember 2020

Zum Schulabschluss die Vorschullehrerinnen,  Martha Hernándes, in der Mitte Xochilt Flores, die Leiterin, und  Mercedes Hernández!
Die Leiterin des Projektes, Xochilt Flores, schreibt:

In diesem Jahr habe ich entschieden, zum ersten Mal ein Zusammensein zur purisima bei einem Abendessen mit den MitarbeiterInnen anzubieten. Alle trugen dazu etwas bei!

Die MitarbeiterInnen waren sehr glücklich. Sie brachten Zuckerrohr mit (etwas Traditionelles zur purisima, andere Süßigkeiten, Maisgetränke, andere Kakao auf Maisbasis, wieder andere Reis auf valencianische Art und cajeta.

Im Hinblick auf die Kinder und den Jahresabschluss in der Vorschule:
in diesem Jahr hatten wir nicht genügend Mittel aus dem Projektbudget, so dass ich den Kindern – gemeinsam mit meinem Vater – aus eigener Tasche eine Abschlussfeier ermöglicht habe. Aufgrund der Wirtschaftskrise hatten auch die Eltern kein Geld, um die Hälfte für das Essen, wie in den Vorjahren zu bezahlen.
Sie erhielten einen Snack, einen Hähnchen-Sandwich, Kuchen und einige Getränke.
Dazu eine kleine Tasche mit Süßigkeiten und Keksen als Geschenk für jedes Kind, bei dem mir die Projektmitarbeiterinnen geholfen haben.
Unabhängig von der Situation im Lande, wollten wir diese Feier am 9. Dezember durchführen.

Weihnachten auf Ometepe – Die Auswirkungen der Hurrikans

Der Hunger ist zurückgekehrt, von dem am meisten die Kinder und die Ärmsten wieder betroffen sind.

Die Lage hat sich zugespitzt:
Zwei dicht aufeinanderfolgende Hurrikans haben massive Zerstörungen im Norden des Landes hinterlassen. Über 40.000 Menschen wurden evakuiert, weitere 30.000 sind auf eigene Initiative geflohen.
Die Insel Ometepe war durch massive Regenfälle so stark beschädigt, dass die Reis- und Bohnenernte bei vielen Campesino-Familien ausblieb.
So werden die Preise für die Grundnahrungsmittel, der sogenannte Basiskorb (Reis, Bohnen, Öl, Zucker, Seife und Fleisch) wieder so teuer werden, dass sie für die Ärmsten nicht zu bezahlen sind.

Und damit kehrt der Hunger zurück, wie wir aus verschiedenen Berichten bereits erfahren haben. In diesem Jahr werden viele Familien ohne ihr Weihnachtsessen bleiben, schreibt die Lehrerin der Vorschule des Ometepe Projektes in Santo Domingo!

Berta Garcia, Mutter von drei erwachsenen Töchtern, lebt mit ihnen und den Enkelkindern in San Fernando – nicht weit von der Schule des Projektes entfernt. Sie geht mit ihrer Tochter samstags auf den Markt, verkauft Vigoron – ein beliebtes traditionelles nicaraguanisches Gericht, das aus Kohlsalat, gekochtem Yuca und etwas Fleisch besteht und in einem Bananenblatt eingewickelt, angeboten wird – für billige 19 Cordoba (knapp 0,50 €), das die Menschen zahlen können… Die meisten Menschen haben keine Arbeit.
So langsam kehrt der Sommer zurück, die Felder sind durch die Regenfälle durch den Hurrikan stark beschädigt, Bananenplantagen zerstört und die Bohnen für die nächste Aussaat im Mai von schlechter Qualität.

Die Kinder sind von der Situation in diesem Land angesichts der wirtschaftlichen Situation besonders betroffen, hungrig, traurig und traumatisiert. Sie haben gerade das Schuljahr in diesem Jahr beendet. In unserer Schule gab es eine kleine Feier.

Die Leiterin des Projektes -Xochilt Flores-schreibt:
„Ich war bei der promocion (Schulabschluss) heute in der Vorschule … alles war einfach, ich sagte ein paar Worte zu den Eltern … und sprach mit ihnen ein wenig über das Projekt. Ich sagte, dass wir hoffen, auch nächstes Jahr für die Kinder und die Bedürftigsten arbeiten zu können.“

Weihnachtsfeier in Santo Domingo

In den nächsten Tagen beginnen die Weihnachtsferien in Nicaragua.
Unsere Lehrerinnen Mercedes und Martha Hernández organisierten für die Kinder mit ihren Eltern in der Vorschule eine Weihnachtsfeier und schickten uns den nachfolgenden Text und Fotos.

Martha Hernández schreibt:

Wie geht es Ihnen, liebe Freunde,
wir sind immer noch in der Klasse mit den Kindern. Heute hatten wir eine kleine Aktivität, um mit den Kindern und Eltern Weihnachten zu feiern. Trotz so vieler Unannehmlichkeiten waren die Eltern sehr bereit, uns zu unterstützen. Wir luden den Weihnachtsmann ein, der den Kindern eine Menge Süßigkeiten schenkte. Sie waren sehr glücklich.
Herzliche Umarmungen!

Hilfe zur Selbsthilfe – Eltern engagieren sich für ihre Kinder

Mercedes Hernandez schreibt uns:

Guten Morgen, meine Lieben,
Gott segne Sie alle!
Nach dem Hurrikan sind auch die wirtschaftlichen Krisen für die Eltern meiner Kinder stark. Da hatte ich die Idee, die Mütter einzuladen, um in der Schule für unsere Kinder zu kochen, damit unsere Kinder etwas zu essen bekommen, da sie zu Hause kein Frühstück hatten. Die glücklichen Eltern unterstützten mich – wir erhielten auch Hilfe von MINED (Schulministerium) .

Die Eltern sind sehr dankbar für die Hilfe.
Ich danke Ihnen, liebe Freunde, für Ihre Unterstützung und bin bereit, sie weiterhin zu unterstützen, indem ich Ihrem Beispiel folge und anderen helfe, egal, wie gut man seine Arbeit macht, aber wir sind glücklicher, wenn wir andere unterstützen.
Ich liebe Euch!
Mercedes Hernandez

Dringende Bitte um Hilfe für Nicaragua!

Notrufe aus Nicaragua!

Erschütternde Fotos und Berichte aus Nicaragua erreichen die Initiatoren des Ometepe-Projektes Nicaragua, Monika und Michael Höhn.
„Viel schlimmer konnte es nicht kommen,“ sagen die Eheleute Höhn. „Bereits der erste Hurrikan ETA vor 14 Tagen hatte Verwüstungen angerichtet.
Menschen mussten evakuiert werden und verloren das wenige, das sie in diesem armen Land ohnehin nur noch zur Verfügung hatten.“

Nun erreichte der zweite Hurrikan Iota das Land, von dem besonders der Norden betroffen ist. Auch er hinterlässt verheerende Schäden. Die Auswirkungen des Hurrikans haben sich mit starken Regenfällen und Überschwemmungen auch auf Ometepe bemerkbar gemacht. „Von der Insel erhalten wir Nachrichten, dass die Kommunikation und die Stromleitungen unterbrochen sind. Bäume sind umgestürzt und blockieren Straßen und Wege. Und wieder trifft es am heftigsten die Ärmsten in ihren Hütten und Schlichtunterkünften. Wir hoffen nicht, dass die befürchteten Schlamm-Massen vom Vulkan Maderas zur Evakuierung einiger Familien auf Ometepe führen werden, wie es schon 1998 beim Hurrikan Mitch der Fall war. Wohin sollen die Menschen?“

Der Bedarf an medizinischen Hilfsmitteln wird wieder ansteigen. Viele Menschen erkranken an grippalen Infekten. Sie haben keine Möglichkeit, die Feuchtigkeit zu bekämpfen. Nicht alle Familien haben ihre Reisvorräte in Sicherheit bringen können. Und der Hunger wird zurückkehren. Die Fähre hat ihren Betrieb eingestellt, so dass es keine Möglichkeit gibt, das einzige Krankenhaus auf dem Festland in Rivas zu erreichen. Hinzu kommen die Corona-Pandemie und die Auswirkungen der bürgerkriegsähnlichen Situation seit dem 18. April 2018, wovon sich das Land bis heute nicht erholt hat. Die Wirtschaft ist seitdem zusammengebrochen. „Die Katastrophe ist in fast ganz Nicaragua, “ teilte der pensionierte Bischof von Granada, Bernhard Hombach soeben mit.

Im Moment ist das Ausmaß der konkreten Hilfe aufgrund der unterbrochenen Kommunikation noch nicht genau einzuschätzen, da chaotische Zustände herrschen.
Es gilt abzuwarten, wie die verschiedenen Hilfsorganisationen ihre Einsätze koordinieren. Zu gegebener Zeit erfolgt dann ein konkreter Spendenaufruf.

Ometepe-Projekt sucht neuen Träger

Das Aachener Kindermissionswerkt „Sternsinger“ hat sich aus der Zusammenarbeit zurückgezogen.

Der Evangelische Kirchenkreis An der Agger hat die Dauerspender und Dauerspenderinnen des Entwicklungsprojekts „Ometepe Projekt Nicaragua“ in einem Brief darüber informiert, dass der bisherige Träger, das Aachener „Sternsinger“-Kindermissionswerk, die Zusammenarbeit mit dem Ometepe Projekt beendet hat. Seit 2007 hatte das „Sternsinger“-Kindermissionswerk die juristische und finanzielle Verantwortung für das Projekt inne. Zum Jahreswechsel sollten die Sternsinger planmäßig neben der Geschäftsführung auch die Spendenwerbung übernehmen.

Bisher gingen Spenden auf einem Konto des Kirchenkreises ein, der die Gelder an das Kindermissionswerk weitergeleitet hat. Vorerst werden nun alle neuen Spendeneingänge auf dem Konto des Kirchenkreises gesondert festgehalten.

Die Gründer des Projekts, das Wiehler Ehepaar Monika und Michael Höhn, Pfarrer i.R., haben Gespräche mit einem möglichen neuen Träger aufgenommen.

Das Kindermissionswerk hat bisher die eingegangenen Spenden um 15 Prozent aufgestockt und den Gesamtbetrag nach Ometepe überwiesen. Im Vorfeld der geplanten Übernahme hat das Kindermissionswerk in den Jahren 2017, 2018 und 2019 Verfahren zur Qualitätssicherung nach internationalen Standards durchgeführt.

Kirchenkreis finanziert neues Audit auf der Insel
Das letzte Audit für das Jahr 2019 wurde wegen der Pandemie nicht vor Ort, sondern nur aus der Ferne durchgeführt. Es erfüllte, zur Überraschung des Ometepe Fachausschusses, nicht die Erwartungen. Wegen Mängel in der Kommunikation und der Buchhaltung erteilten die Auditoren der Partnerorganisation kein Testat.

Der Ometepe-Fachausschuss des Kirchenkreises hat nun ein neues Audit in Auftrag gegeben, das auf Ometepe durchgeführt wird.

Das von den Eheleuten Höhn initiierte und geleitete Ometepe-Projekt hat in fast 28 Jahren auf der nicaraguanischen Insel bedeutende Fortschritte im Bereich Bildung und Gesundheit vorangetrieben. Dazu gehören der Bau einer Schule, einer Klinik mit projekteigener Apotheke, eines Behinderten-Zentrums und der Bau von nahezu 200 Häusern mit den notwendigen Latrinen. Außerdem gibt es Studienunterstützungen und Einzelfallhilfen für Bedürftige.

ekagger.de | jth | Foto: Ometepe Projekt Nicaragua