Informationen aus Ometepe zum Valentinstag

Liebe UnterstützerInnen und Unterstützer,
wir freuen uns sehr, in dieser coronabelasteten Zeit von der Vorschullehrerin Martha Hernandez diese Nachricht mit Fotos zu erhalten, mit der sich die Kinder wieder sehr herzlich für die Hilfe bedanken:
(einige Auszüge aus ihrem heutigen Schreiben…)

Dank der Kinder der Vorschule zum Valentinstag auf Ometepe

„Es ist sehr schade, dass wir nicht – wie in den anderen Jahren – unsere Aktivitäten auf der Straße machen können…
Ich vertraue einfach auf Gott, dass das alles bald vorbei sein wird und wir wieder frei auf die Straße gehen können, ohne Angst vor Ansteckung.
Heute haben wir in der Schule mit den Kindern den Valentinstag gefeiert. Die Kinder waren sehr glücklich, ihre Haustiere mitzubringen. Die Idee war, zu reflektieren, dass wir Liebe für Tiere haben müssen: uns um sie kümmern. Sie zu lieben, ihnen Zuneigung und Fürsorge zu geben. Dass sie, genau wie wir Menschen, auch viel Liebe brauchen. Genau wie Pflanzen und die Natur.
Kinder zu lehren, alles Schöne zu lieben, das Gott auf unserem Planeten geschaffen hat. Und um Gefühle zu haben. Sich gegenseitig wertzuschätzen und gleich zu lieben.
Die Eltern sind immer sehr stolz darauf, ihre Kinder in der Schule zu unterstützen.
Das macht uns als Lehrer glücklich und spornt uns an, jeden Tag besser zu werden. Mit neuen Ideen, um kreativer zu sein und vor allem, um unsere Arbeit mit Liebe und Hingabe zu schätzen.
Eine dicke Umarmung…“

Ihnen und Euch allen eine gute Zeit mit viel Gesundheit und herzlichen Grüßen aus dem sehr kalten oberbergischen Wiehl! Wir freuen uns, wenn Sie auch weiterhin Ometepe verbunden bleiben.

Monika und Michael Höhn

Einschulung auf Ometepe

Nach längerer Ferienzeit fand am 1. Februar auf Ometepe die Einschulung der Vorschulkinder statt.

Dank der weiteren Spendenbereitschaft vieler Menschen aus dem Oberbergischen Kreis konnten für die Monate Januar und Februar 2021 wieder 26.000 € überwiesen werden. Das teilte die Leiterin des Projektes,Xochilt Flores, gerade mit, die mit einigen Unterstützern des Freundeskreises Ometepe in regelmäßigem Austausch steht.
Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation, in der wir uns befinden, sind die Eltern bereit, uns zu unterstützen und sind froh, dass die Schule wieder funktioniert, schreiben die Erzieherinnen Mercedes und Martha Hernandez aus der Vorschule „La Esperanza“
Wir freuen uns sehr, dass wieder 23 Vorschulkinder aus den ärmsten Dörfern der Insel diese Bildungsmöglichkeit erhalten, dazu eine warme Mahlzeit, die aus dem Spendenfonds finanziert werden kann. Wir gratulieren auch der Projektleiterin, Xochilt Flores, zur Einschulung ihrer kleinen Tochter Mariana in die Schule „ La Esperanza“.
Auch wenn ab dem 2. Halbjahr strukturelle Veränderungen geplant sind und sich Monika und Michael Höhn aus Altersgründen zurückgezogen haben , so hoffen die Initiatoren des 1993 gegründeten Projektes, dass die Unterstützung in den Bereichen Gesundheit und Bildung weitergehen kann.
Zwei Hurricanes 2020, eine bürgerkriegsähnliche Situation 2018 mit den Folgen eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs in Nicaragua und Corona, haben in diesem zweitärmsten Entwicklungsland Mittelamerikas starke Spuren hinterlassen, die vor allem wieder einmal die Ärmsten treffen.
Sobald es Corona zulässt, wollen Monika und Michael Höhn als Autoren aus ihren vielfältigen Büchern zu Lesungen und Vorträgen einladen, deren Honorare für die Unterstützung der weiterhin notwendigen Arbeiten im Projekt auf Ometepe gedacht sind.

Dank aus Ometepe – Hilfe für Kinder mit Behinderungen

Die Projektleiterin des Ometepe Projektes in Nicaragua, Xochilt Flores, schickte gerade einen großen Dank an alle SpenderInnen für die finanzielle Unterstützung für Kinder mit Behinderungen auf Ometepe.

Vor wenigen Tagen wurde der dritte Transport von insgesamt 20 Kindern im Alter von 2 bis 13 Jahren von der Insel Ometepe zum Festland in die Stadt Masaya gefahren, um sie einem Neurologen vorzustellen.

Die Kinder wurden in Kleingruppen von jeweils 7 Kindern wegen Corona aufgeteilt. Aus dem Spendenfonds des Ometepe Projektes konnte in den letzten Jahren das Behinderten -Zentrum gebaut werden, in dem Kinder seit vielen Jahren physiotherapeutische Begleitung und die Mütter Hilfe und Anleitung erhalten.

Mit 10 Dollar pro Kind (ca. 8,30€) ist die Unterstützung der Kinder möglich.

„Es gibt keine Klinik auf der Insel und die Behinderten-Einrichtung ist die einzige auf Ometepe,“ sagen die Eheleute Höhn. „Wir sind dankbar, dass diese Einrichtung im Laufe der Jahre errichtet werden konnte. Sie ist die wichtigste Möglichkeit für die am meisten Benachteiligten – Menschen mit Behinderungen – im zweitärmsten mittelamerikanischen Land.“

Danke für Eure Unterstützung!

Zum Schulabschluss auf Ometepe schreibt Mercedes Hernández:

Gott sei Dank habe ich ein weiteres Jahr mit meinen Kindern abgeschlossen, die 23. Klasse, die den Gründern des P.O.A. Monika und Miguel Höhn gewidmet wurde.

So Gott will soll ab dem 20. Januar 2021 der Unterricht wieder beginnen.
Ich habe 20 Kinder eingeschrieben, und die Eltern rufen mich an, um mehr Kinder einzuschreiben, ich denke, es werden mehr Kinder in der Schule angemeldet. Gott sei Dank, wir sind sehr froh, dass viele Eltern unsere Arbeit schätzen!

Jahresabschlussfeier mit den MitarbeiterInnen des Projektes am 9. Dezember 2020

Zum Schulabschluss die Vorschullehrerinnen,  Martha Hernándes, in der Mitte Xochilt Flores, die Leiterin, und  Mercedes Hernández!
Die Leiterin des Projektes, Xochilt Flores, schreibt:

In diesem Jahr habe ich entschieden, zum ersten Mal ein Zusammensein zur purisima bei einem Abendessen mit den MitarbeiterInnen anzubieten. Alle trugen dazu etwas bei!

Die MitarbeiterInnen waren sehr glücklich. Sie brachten Zuckerrohr mit (etwas Traditionelles zur purisima, andere Süßigkeiten, Maisgetränke, andere Kakao auf Maisbasis, wieder andere Reis auf valencianische Art und cajeta.

Im Hinblick auf die Kinder und den Jahresabschluss in der Vorschule:
in diesem Jahr hatten wir nicht genügend Mittel aus dem Projektbudget, so dass ich den Kindern – gemeinsam mit meinem Vater – aus eigener Tasche eine Abschlussfeier ermöglicht habe. Aufgrund der Wirtschaftskrise hatten auch die Eltern kein Geld, um die Hälfte für das Essen, wie in den Vorjahren zu bezahlen.
Sie erhielten einen Snack, einen Hähnchen-Sandwich, Kuchen und einige Getränke.
Dazu eine kleine Tasche mit Süßigkeiten und Keksen als Geschenk für jedes Kind, bei dem mir die Projektmitarbeiterinnen geholfen haben.
Unabhängig von der Situation im Lande, wollten wir diese Feier am 9. Dezember durchführen.

Weihnachten auf Ometepe – Die Auswirkungen der Hurrikans

Der Hunger ist zurückgekehrt, von dem am meisten die Kinder und die Ärmsten wieder betroffen sind.

Die Lage hat sich zugespitzt:
Zwei dicht aufeinanderfolgende Hurrikans haben massive Zerstörungen im Norden des Landes hinterlassen. Über 40.000 Menschen wurden evakuiert, weitere 30.000 sind auf eigene Initiative geflohen.
Die Insel Ometepe war durch massive Regenfälle so stark beschädigt, dass die Reis- und Bohnenernte bei vielen Campesino-Familien ausblieb.
So werden die Preise für die Grundnahrungsmittel, der sogenannte Basiskorb (Reis, Bohnen, Öl, Zucker, Seife und Fleisch) wieder so teuer werden, dass sie für die Ärmsten nicht zu bezahlen sind.

Und damit kehrt der Hunger zurück, wie wir aus verschiedenen Berichten bereits erfahren haben. In diesem Jahr werden viele Familien ohne ihr Weihnachtsessen bleiben, schreibt die Lehrerin der Vorschule des Ometepe Projektes in Santo Domingo!

Berta Garcia, Mutter von drei erwachsenen Töchtern, lebt mit ihnen und den Enkelkindern in San Fernando – nicht weit von der Schule des Projektes entfernt. Sie geht mit ihrer Tochter samstags auf den Markt, verkauft Vigoron – ein beliebtes traditionelles nicaraguanisches Gericht, das aus Kohlsalat, gekochtem Yuca und etwas Fleisch besteht und in einem Bananenblatt eingewickelt, angeboten wird – für billige 19 Cordoba (knapp 0,50 €), das die Menschen zahlen können… Die meisten Menschen haben keine Arbeit.
So langsam kehrt der Sommer zurück, die Felder sind durch die Regenfälle durch den Hurrikan stark beschädigt, Bananenplantagen zerstört und die Bohnen für die nächste Aussaat im Mai von schlechter Qualität.

Die Kinder sind von der Situation in diesem Land angesichts der wirtschaftlichen Situation besonders betroffen, hungrig, traurig und traumatisiert. Sie haben gerade das Schuljahr in diesem Jahr beendet. In unserer Schule gab es eine kleine Feier.

Die Leiterin des Projektes -Xochilt Flores-schreibt:
„Ich war bei der promocion (Schulabschluss) heute in der Vorschule … alles war einfach, ich sagte ein paar Worte zu den Eltern … und sprach mit ihnen ein wenig über das Projekt. Ich sagte, dass wir hoffen, auch nächstes Jahr für die Kinder und die Bedürftigsten arbeiten zu können.“

Weihnachtsfeier in Santo Domingo

In den nächsten Tagen beginnen die Weihnachtsferien in Nicaragua.
Unsere Lehrerinnen Mercedes und Martha Hernández organisierten für die Kinder mit ihren Eltern in der Vorschule eine Weihnachtsfeier und schickten uns den nachfolgenden Text und Fotos.

Martha Hernández schreibt:

Wie geht es Ihnen, liebe Freunde,
wir sind immer noch in der Klasse mit den Kindern. Heute hatten wir eine kleine Aktivität, um mit den Kindern und Eltern Weihnachten zu feiern. Trotz so vieler Unannehmlichkeiten waren die Eltern sehr bereit, uns zu unterstützen. Wir luden den Weihnachtsmann ein, der den Kindern eine Menge Süßigkeiten schenkte. Sie waren sehr glücklich.
Herzliche Umarmungen!