Geschenke an die Schulkinder von »La Esperanza«

Wir erhielten drei Fotos und ein Video von den Schulkindern der vom Ometepe-Projekt geförderten Schule »La Esperanza«, die sich für die Geschenke von Lani Bettermann bedanken.
Das Grundschulkind aus Unna hatte für jedes Schulkind ein selbstgebasteltes Armband hergestellt und mit nach Ometepe geschickt.

 

1. Bericht von Norman Paizano

Norman und Kind [©Norman Paizano CC BY-SA 3.0]Ein herzliches Hallo von der Isla de Ometepe an alle Freunde und Unterstützer des Proyectos!

Mein Name ist Norman Paizano und ich absolviere derzeit eine Famulatur (einmonatiges Praktikum) in der Clínica Esperanza des POA in Santo Domingo. Für Nicaragua im allgemeinen und die Clínica im speziellen habe ich mich entschieden, da meine Wurzeln väterlicherseits auf der Insel liegen und meine Cousine in der Clínica arbeitet.
Durch sie, die Erzählungen meines Vaters und die Internetseite des Ometepe Projektes Nicaragua bin ich auf die dortige Arbeit aufmerksam gemacht worden. Die Möglichkeit, endlich einmal in die Heimat meines Vaters zu fahren und meine Familie kennenzulernen, sowie gleichzeitig einen Einblick in die Medizin eines Entwicklungslandes zu bekommen, war perfekt und so befinde ich mich seit Ende Juli in Nicaragua und bin seit dem 31.7. für etwas mehr als einen Monat im Projekt tätig. … weiterlesen →

Aktivitäten in der Vorschule La Esperanza

Liebe Freundinnen und Freunde von Ometepe,

mit frischen Informationen aus Ometepe nach der langen Sommerpause grüßen wir sehr herzlich.
Wir wünschen allen einen guten Beginn und hoffen, dass Ihr mit neuen Kräften in den Alltag starten könnt.

Die Vorschullehrerin Mercedes schickte uns einige Fotos aus der Vorschule La Esperanza.
Die Kinder lernen in der Fortbildung, sich um gute Ernährung zu kümmern. Außerdem werden andere Arbeiten gezeigt – zum Beispiel zur Umwelterziehung – die Mercedes mit ihnen durchführte.

Impressionen aus Nicaragua: Im Land von Zuckerbrot und Peitsche

ein Gastbeitrag von Matthias Schindler

Nicaragua verändert sich. Einige Veränderungen fallen sofort ins Auge. Andere vollziehen sich hinter den Kulissen, weit ab von der Beachtung durch die Öffentlichkeit. Wer heute nach Nicaragua kommt, der sieht zunächst ein ruhiges Land, sympathische Menschen, beachtliche Bautätigkeit, wachsenden Wohlstand, öffentliche Sicherheit. Aber dann gibt es im Süden des Landes auch noch das Projekt des interozeanischen Kanals, es gibt auf dem Lande Massendemonstrationen dagegen, polizeiliche Repression. Es kam zum ersten offenen politischen Prozess gegen einen Angehörigen des Militärs. Im Norden kommen Campesinos durch Militäreinsätze zu Tode, aber die Regierung hüllt sich dazu in Schweigen. Der Fernsehkanal 2, der vorletzte, der noch nicht von der Präsidentenfamilie Ortega-Murillo kontrolliert war, wurde verkauft. Eine Mischung von FSLN-Parteigängern, zwangsverpflichteten Demonstranten und Polizei in Kampfmontur geht am internationalen Frauentag gegen eine unabhängige Frauendemonstration vor. In diesem Artikel soll ein Stimmungsbild des heutigen Nicaragua gezeichnet werden, das auf dem Erlebten und Gehörten während eines vierwöchigen Aufenthaltes imMärz 2015 basiert.
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Neues von der Frauenorganisation REMO

aus Ometepe
Übersetzung Peter Albrecht

Liebe Freunde von REMO

und von mir persönlich, wie geht es Euch ?
Wir melden uns und unterbrechen damit das Stillschweigen während de letzten Monate.
Das Wichtige bei all dem ist, dass der Arbeitsprozess im Netzwerk und bei der Mannschaft aktiv blieb. Im Mai konnten wir das Lokal bekommen, dass wir beantragt hatten. Der Zustand ist lädiert, aber bietet die Bedingungen, die wir für unsere Betriebsstätte benötigen. Wir zählen außerdem auf ein verfügbares Gelände, um dort einen Garten auf ökologisch biointensiver Basis anzulegen, mit dem wir bereits begonnen haben. Wir verfügen auch über ein kleines Auditorium, wo bereits unserer Aktivitäten stattfinden.
Das alles war viel Arbeit für uns, aber dies zeigt bereits Früchte. Wir reaktivieren ein Lokal, um dort das REMO Büro einzurichten. Und wir besorgen die Lizenz für die Eröffnung eines Gästehauses, wobei wir von der dortigen Einrichtung profitieren, denn bis April war es ein Gasthaus.
Gleichermaßen laufen wir auf Hochtouren, obwohl wir unsere neue Einrichtung noch nicht bekannt gemacht hatten. Wir bekommen bereits verschiedene Beratungsanforderungen und Bitten um Begleitung bei verschiedenen Fällen. In den kommenden zwei Wochen werden wir Euch einen
Halbjahresbericht zukommen lassen, der einiges erzählt, auch das Finanzielle. Entschuldigt bitte das bisherige Schweigen. Wir schicken Euch einige Fotos vom erzielten Fortschritt.

Beste Grüße, Yoli

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Wiedersehen auf Ometepe – Besuch von Jana Maria Lemke ein Jahr später

Über ihre Eindrücke von ihrem Besuch auf der Insel Ometepe, auf der Jana Maria Lemke ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolvierte, berichtete sie uns in einer Email:

Liebe Monika, lieber Michael,
übermorgen verlasse ich die Insel schon wieder, um die letzten 3 Tage in Estelí zu verbringen. 😉 Die Zeit vergeht wie immer im Flug. Ich habe fast 2 Wochen lang mein „altes“ Leben wieder aufgenommen. Heißt, ich bin wieder ins Projekt gefahren und habe mit einigen Kindern gearbeitet. Es war soooo schön, alle wiederzusehen und einige Kinder haben mich auch wieder erkannt. Andere waren damals noch zu klein und sind so gewachsen, dass ich sie beinahe nicht erkannt hätte. Toll ist auch, zu sehen, welche Fortschritte die Kinder gemacht haben. Einige haben Riesensprünge gemacht, andere eher kleine Schrittchen. Auch meine ehemaligen Kolleginnen wiederzusehen war toll. Es ist fast ein bisschen so, als wäre ich nie wirklich weggewesen, nur kurz verreist und so haben es mir viele auch gesagt. Lustig ist, dass mir der nicaraguanische
Akzent viel mehr auffällt als früher, wahrscheinlich weil ich auf Reisen viele andere Arten des Spanischen gehört habe. Aber ich bin ganz schnell wieder reingekommen. Die Insel ist wunderschön grün und seit ich hier bin, hat es auch des Öfteren geregnet, vorher wohl nicht so viel. Und es war in der ersten Woche Anfang Juni unglaublich heiß!!! Alle haben gestöhnt. Schockiert hat mich der Anblick der Überreste der Schlammlawine im Oktober. Zwar erobert die Natur sich alles zurück, aber man sieht immer noch deutlich die Spur mit Steinen und Erde und einige Häuser am Quino sind nur notdürftig freigeschaufelt. Auch am Concepción sieht man tiefe Furchen, da wo die Lawine heruntergekommen ist. Jetzt hat jeder starke Regenguss, der die Straße in einen „Fluss“ verwandelt, irgendwie eine andere Bedeutung. Ich kann nur hoffen, dass sich so etwas nicht wiederholt!!!

Die vergangenen Tage war ich ein bisschen in Nicaragua unterwegs, um auch ein wenig Urlaub zu machen. 😉
So, erstmal soweit. Jetzt genieße ich noch die kurze Zeit, die mir hier bleibt.
Ganz liebe Grüße von der Insel
Jana Maria