Miteinander reisen – voneinander lernen

Miteinander reisen – voneinander lernen

Unter diesem Motto steht unsere diesjährige Reise nach Nicaragua, zu der uns fünf Freunde aus Köln begleitet haben. Aylin Hasenbein, die an einer Seminar-Arbeit zum Thema Nachhaltigkeit von Entwicklungshilfeprojekten arbeitet und Familie Himmelsbach, Thomas, Petra und die beiden Söhne Joschua und Leon. Thomas Himmelsbach ist Beisitzer in der seit 1985 existierenden  Nicaragua-Hilfe in Bonn und bringt langjährige Erfahrungen mit, insbesondere aus der seit 20 Jahren bestehenden UCA in San Ramon.

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Kulturfest auf Ometepe

Von der Lehrerin unserer Vorschule „La Esperanza“, Mercedes Hernandez.

WhatsApp Image 2016-08-14 at 08.05.54Diese Trachten repräsentieren unsere Kultur, Recycling und Umwelt. Die Botschaft der Schule ist es: das zu verbessern was uns als Nicaraguaner ausmacht. Und damit haben wir Glück bei dieser Veranstaltung. Die Kostüme der Kinder wurden aus Zeitungspapier, Baum blättern, Plastikbeuteln und Mais und Maisblättern gemacht!

Estos trajes representan la cultura , reciclaje y medio ambiente; el mensaje de la escuela es valorar lo que nos identifica como nicaragüense y tuvimos éxito en este evento. Los trajes son hechos de papel periódico, hojas de arbole,bolsas de plástico y tuzas de maíz.😀👍🤗👭👬👫

Impressionen aus dem Bereich Sprachförderung

WhatsApp Image 2016-08-06 at 15.14.01 (1)Minerva Espinoza: „Ein schöner Moment, wo Kinder und Mütter sich ganz persönliche Geschichten erzählen. Wir wählen Blätter aus zum Erwerb von Grundbegriffen, mit Puppen, die verschiedene Tiere darstellen. Und sie fühlen sich zu den Therapien motiviert…

Impressiones de Área de lenguaje.
Minerva Espinoza: „un momento hermoso donde los niños y las madre contamos historias personales, dramatizamos cuentos, discriminamos láminas, para la adquisición de conceptos básicos, con los títeres . (peluches representan diferentes animales ). Y se siente motivadas la terapias…

Día de revisión dental

de Dr. Alvarado
WhatsApp-Image-20160712El martes fue el día de revisión dental para los chicos de la escuela »La Esperanza«. Los maestras llevan a sus alumnos a Dra. Melida Luna. Evaluados y luego dejar en agenda cuantos días tendrán que llegar. Siguiente cita ya llegarán sus padres.

von Dr. Alvarado
Der Dienstag war der Tag der Zahngesundheit für die SchülerInnen der Schule »La Esperanza«. Die Lehrerinnen kamen mit ihren Schülern zu Dr. Melida Luna. In einem Plan ist festgelegt, wann diese regelmäßigen Termine stattfinden. Und beim nächsten Mal sind die Eltern dran.

Sprachförderung durch die Lehrerin Minerva Espinoza

WhatsApp-Image-20160708 (5)Gabriel und Gamaliel sind Zwillinge und leben in Urbaite. Die Kinder sind fünf Jahre alt. Sie haben Sprachstörungen.

Minerva schreibt: Ihr Wissen wird durch eine „mangelhafte Stimulation in der Familie hervorgerufen.“ Die Kinder werden im Zentrum von POA gefördert.
Ebenso weitere Kinder, deren Fotos uns Minerva uns gestern zuschickte.

Besuch bei den Projekthäusern

Bau des Projekthauses Nummer 193
Der Häuserbau gehört seit vielen Jahren zum Ometepe-Projekt und inzwischen kann man in insgesamt 28 Dörfern der Insel Häuser finden, die vom Projekt finanziert und gebaut wurden. Begonnen wurde mit dem Hausbau im Jahr 1998, um den Familien,  die ihre Häuser durch den Hurrican Mitch verloren hatten, wieder ein Dach über dem Kopf zu geben. Über die vielen Jahre wurde die Bauweise weiterentwickelt, u.a. mit der Verwendung von Plastikflaschen zur Herstellung der Steine. Alle Häuser haben mindestens zwei Räume und Fenster an zwei Seiten, damit die Luft zirkulieren kann. Dies ist besonders in der feuchten Regenzeit sehr wichtig. Die Zimmer werden vor allem zum Schlafen und Wohnen genutzt. Zum Kochen wird dagegen oft ein einfacher Holzverschlag gebaut, um das Haus nicht dem Rauch und Ruß des offenen Holzfeuers auszusetzen.

Zusammen mit dem Leiter des Ometepe-Projektes (POA), Alcides Flores, besuchten Daniel und Tabea Köbsch heute mehrere Familien in ihren Häusern. Sie durften auch einen Blick in das noch im Bau befindliche Haus einer Familie in Altagracia werfen, die mehrere Kindern, u.a. einen behinderten Sohn haben. Es ist das 193. Haus, welches durch das Projekt gebaut wird. Die Häuser werden vor allem für sehr arme Familien gebaut– alleinerziehende Mütter oder Familien mit Kindern, die an einer Behinderung leiden.

Weiter besuchten sie Esmeralda, eine junge Frau mit einer schweren Körperbehinderung, die gemeinsam mit ihrer Familie in einem abgelegenen Grundstück in San José del Norte lebt und ebenfalls vom Projekt unterstützt wird. Mehr über diese und andere Frauen kann man im Buch Unterwegs in Nicaragua – Und Esmeralda tanzte: Szenen, Geschichten, Reiseerlebnisse nachlesen.

Zum Abschluss stand ein Besuch bei Doña Paulita auf dem Programm, die mit ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln in dem Dörfchen La Concha bei Moyogalpa wohnt. Die wunderbare alte Dame ist mit ihren inzwischen 91 Jahren noch unermüdlich dabei, mit drei verschiedenen Macheten kunstvolle Verzierungen in die hier auf der Insel wachsenden Kalebassenfrüchte zu schnitzen. Sie dankte Alcides Flores und dem Projekt, die regelmäßige Abnehmer für ihre geschitzten Kunstwerke sind.

Besuch bei REMO

Teilnehmer des Workshops bei REMOHeute hat das Netzwerk der Frauen der Insel Ometepe (REMO) einen ersten Workshop für junge Mädchen veranstaltet. Dieser soll der Beginn einer Reihe von Workshops und Veranstaltungen für Mädchen im Alter von 9-15 Jahren sein. Daniel und Tabea Köbsch durften heute beim ersten Workshop dabei sein, bei dem es um das Thema „Gesunde Ernährung“ ging. Etwa 20 Mädchen aus 7 verschiedenen Orten der Insel waren nach San Fernando gekommen, um etwas über Nahrungsmittel und Möglichkeiten einer gesunden Ernährung zu lernen – und natürlich auch um gemeinsam zu essen. Der Workshop soll der Einstieg in die Arbeit mit den jungen Mädchen sein. Es sind weitere Workshops geplant, in denen um Gesundheit, den weiblichen Körper und Sexualität, aber auch um Partnerschaft, die Verhütung von Schwangerschaften und den Umgang mit Gewalt gehen soll. In Nicaragua und auf Ometepe ist häusliche Gewalt gegen Frauen leider noch ein häufiges Phänomen und es gibt viele Mädchen, die schon sehr zeitig, mit 13, 14 oder 15 Jahren schwanger werden. REMO möchte nun bereits mit jungen Mädchen zu diesen Themen ins Gespräch kommen. Daniel und Tabea Köbsch waren beeindruckt von der engagierten Arbeit von Yolidia Hernandéz, Fabiola Hernandéz, Marcha (einer Krankenschwester aus Holland, die derzeit als Freiwillige bei REMO arbeitet) und den anderen Frauen. Und natürlich von den Mädchen, die in ihren Ferien einen langen Weg auf sich genommen haben, um an dem Workshop teilzunehmen.