Mit Menschen unterwegs

Lesung mit Monika und Michael Höhn
im Kirchencafé Gummersbach – Steinenbrück.

Trotz des plötzlichen Wintereinbruchs mit Schneefall kamen mehr als 50 Frauen und Männer ins Kirchencafé zum gemeinsamem Frühstück. Ludmilla Hein mit ihrem ehrenamtlichen Team hatte dazu eingeladen.
„Wir kommen bei jedem Wetter,“ sagte eine Teilnehmerin. „Es ist eine lange Tradition und die älteren Menschen suchen die Kommunikation und das ungezwungene Miteinander. Ludmilla Hein sorgt immer wieder für diese vertraute Atmosphäre, in der sich alle wohl fühlen. Wir können sie gar nicht genug loben.“

Monika und Michael Höhn waren nicht zum ersten Mal Gäste in Steinenbrück und bedankten sich für die Einladung. Auf dem Büchertisch fanden sich Veröffentlichungen, die mit dem Leben der Autoren zu tun hatten: Rückblicke und Erfahrungen aus über 50 gemeinsamen Jahren mit ihren verschiedenen Arbeitsbereichen.
„Mit Menschen unterwegs“- ein Buch, das Michael Höhn durch Begegnungen und Gespräche mit Menschen auf der Straße, mit Freunden und Bekannten, mit Obdachlosen, einer Hebamme, Alkoholkranken, einer Dachdeckermeisterin und Menschen, die in der Kirche aktiv sind und auch solche, die mit Kirche nichts zu tun haben 2013 herausgeben konnte.
„Menschen selbst zu Wort kommen lassen und sie zum Schreiben zu motivieren, das ist unser beider Anliegen,“ sagt Michael Höhn.
Angesichts der aktuellen Ereignisse in Hanau hatten sich beide Autoren Beiträge herausgesucht, um dem Hass, der Gewalt und der Ausländerfeindlichkeit entgegenzutreten.
Monika Höhn las über ihre Begegnung mit der längst verstorbenen Pfarrersfrau Mechthild Röcher und ihren Kampf gegen das Wettrüsten. Ihre Notizen zum Werdegang von Pfarrer Martin Niemöller, der ihr ein großes Vorbild war, sind als pdf-Datei nachzulesen.
„Ein Stückchen neuer Mensch“ berichtete über die Fremdenfeindlichkeit eines früheren Schülers in der Berufschule, der durch die erstmalige Begegnung mit einem türkischen Jungen und dessen Familie seine Vorurteile über Bord warf.
„Obwohl die Geschichten schon so viele Jahre zurückliegen, sind sie bedauerlicherweise so aktuell wie nie zuvor,“ sagen die Autoren. Das Angebot auf dem Büchertisch wurde gerne angenommen, so dass die Einnahmen einschließlich des Honorar als Spende für das Ometepe-Projekt auf das Konto des Kirchenkreises An der Agger überwiesen werden konnten.
Die Bücher sind bei den Autoren zu bestellen. Die Einnahmen fließen in das Ometepe-Projekt.

Neuigkeiten aus der Vorschule in Santo Domingo – Schulbeginn 2020

Nach einer langen Pause von Anfang Dezember 2019 bis Anfang Februar 2020 hat nun die Schule wieder begonnen.

Wir haben inzwischen viele Informationen erhalten über die Aktivitäten der Kinder und ihrer Lehrerinnen Martha und Mercedes Hernandez:

„Die neue Leiterin Xochilt Flores spendete allen Vorschulkindern ein Spielzeug. Die Kinder und ihre Eltern freuten sich sehr über die nette Geste der neuen Projektkoordinatorin. Sie bedankten sich mit ihren Kindern für die Liebe,“ schrieb Martha.

„Die deutsche Familie Mayer besuchte uns und ließ Süßigkeiten für die Kinder zurück. Heute wurden sie im Unterricht verteilt.
Die Kinder haben sich sehr gefreut und bedanken sich.

Die Mütter begleiteten ihre neuen Vorschul-Kinder zur Schule und auch eine Schwester begleitet ihren 3-jährigen Bruder.

Die ersten Arbeiten der Kinder

Die Kinder kleben Samen in Zeichnungen und freuen sich über das gemeinsame Frühstück.


Sie erkunden mit dem Fernglas die Landschaft, spielen mit Dona Ana am Strand und beobachten die Landschaft. Die Kinder erhielten kleine Medaillen, die mit ihren Namen verbunden waren.

Valentinstag in Santo Domingo

Mit der Unterstützung der Eltern wurde der Tag der Liebe und Freundschaft gefeiert. Mit vielen Süßigkeiten, Lebensmitteln, Früchten, Tänzen und Wettbewerben. Die Kinder genossen diesen Tag mit ihren Eltern und Lehrern.

Ultramaratón Fuego y Aqua

Am 22./23.2.2020 ist es soweit! Wieder findet ein Ultramarathonlauf auf Ometepe statt. Es ist ein äußerst anspruchsvolles Fußrennen auf der Isla de Ometepe in Nicaragua. Das Rennen setzt sich aus vier verschiedenen Veranstaltungsvarianten zusammen:
dem 25 km, 50 km Ultramarathon, 100 km Ultramarathon und dem nur 70 km langen Hindernislauf. … weiterlesen →

Bergneustädter Schülerinnen und Schüler werden auf ihren Buchenwald – Besuch vorbereitet

Lesung und Diskussion mit Pfarrer i.R. Michael Höhn.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 der Bergneustädter Realschule trafen sich im Krawinkelsaal – gemeinsam mit ihrem Schulleiter Ralf Zimmermann. Michael Klaka, vom Förderkreis Kinder, Kunst und Kultur, hatte Autor Michael Höhn zu einer Lesung eingeladen. Die authentische Geschichte von Rassismus und Antisemitismus, die der Autor vor mehr als 30 Jahren während einer Lesung in Melsungen erlebt hatte, wurde 1985 zum ersten Mal in dem spannenden Jugendroman „Das Geheimnis der Sara Abt“ veröffentlicht. „Leider ist die Thematik so aktuell wie vor 30 Jahren und kann sich täglich so oder ähnlich wiederholen. Jeder muss dem aufkommenden Antisemitismus entgegentreten, dazu sind wir alle verpflichtet,“ meinte Michael Höhn, dessen Buch nun in der 3. Auflage erschienen ist. Zur Vorbereitung ihrer Buchenwaldreise im April, die von der anwesenden stellvertretenden Bürgermeisterin Isolde Weiner und der Jugendleiterin Nurcan Arslan begleitet wird, bot die eindringliche Lesung den SchülerInnen genügend Anregung, sich mit dem Thema Antisemitismus noch intensiver zu beschäftigen.
Michael Höhn bedankte sich bei Frau Weiner für eine Spende anstelle eines Honorars für das Ometepe-Projekt in Nicaragua, das er mit einigen Oberberger*innen im April wieder für einen Monat besuchen wird.

Monika Höhn (Text) Nurcan Arslan (Fotos)

Gottesdienst in der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde Mühlen-Bielstein am 2. Februar 2020

Die Gemeinde hatte Pfarrer i. R. Michael Höhn zu einem Gottesdienst eingeladen. Das Thema „Flüchtlinge und Frieden“ war der rote Faden in seiner Predigt.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es gute Gespräche – auch zur aktuellen Situation in Nicaragua. Die Kollekte ist für das Ometepe-Projekt bestimmt.

Herzlichen Dank an die Gemeinde in Mühlen!

Link zur Predigt
https://www.efg-muehlen.de/index.php/gottesdienste/predigten-anhoeren/predigt/55

Besuch von Bischof Bernardo Hombach in Deutschland und Grußwort zum Neujahrsempfang 2020

Der deutsche Bischof Bernardo Hombach (86) besuchte vor einigen Wochen Deutschland – anlässlich der Beerdigung seines Bruders Alois in Freudenberg.

Bischof Hombach lebt in Managua und befindet sich im (Un)-Ruhestand. Die Insel Ometepe gehörte zu seiner Diözese. Einige unserer Mitarbeiterinnen haben ihn in seinem Bischofsamt in Granada kennengelernt, als er u.a. auch noch Leiter der Caritas war und sich für die Abwicklung unserer Containerlieferungen am Flughafen in Managua einsetzte.
Auch heute noch ist er in seinen Projekten Bildung und Hausbau den Ärmsten verbunden. Inzwischen sind wir auch per WhatsApp mit ihm verbunden. Wir freuen uns, wenn wir ihn bei unserem Aufenthalt im April 2020 auf Ometepe erneut treffen.

Gerne hätten wir ihn bei unserem Neujahrsempfang dabei gehabt.
Er schickte uns das nachfolgende Grußwort:

Grußwort von Bernardo Hombach zum Neujahrsempfang 25.1.2020

Liebe Monika, lieber Michael, liebe Freunde des Projektes “OMETEPE”!
Wir stehen noch am Anfang des neuen Jahres, Ihr werdet sicher die Gelegenheit benutzen, um einen Blick zurück ins das vergangene Jahr zu werfen. Die Jahre 2018 und 2019 waren harte Jahre, für uns alle in Nicaragua und besonders für Ometepe und das Projekt.
Aber es gibt auch guten Grund, dem Lieben Gott gegenüber dankbar zu sein. Trotz aller Schwierigkeiten und Verhaftungen ist in den letzten Monaten wieder mehr Ruhe
in Ometepe und in ganz Nicaragua. Der Tourismus, ein ganz wichtiger Erwerbszweig auf der Insel, nimmt wieder zu und einige Hotels und Geschäfte öffnen wieder ihre Türen.
Pessimisten sagen allerdings: „Dann wird sich auch die politische Lage in den kommenden Jahren nicht ändern.“

Aber wir Christen sind Optimisten.

Das Projekt, das Michael und Monika mit Spendern aus der Heimat und dem hiesigen Equipo in jahrelanger Arbeit mit viel Einsatz und Liebe zum Wohl der armen Bevölkerung hier im Lande aufgebaut und unterhalten haben, hat diese Krise überstanden und wird auch in Zukunft weiterbestehen.

Euch allen wünsche ich ein gesegnetes Neues Jahr und dass die Begeisterung für Ometepe nicht nachlässt.

Euer
Bernardo Hombach, Bischof aus Nicaragua