Ernesto Cardenal

Seit dem 4. Februar befand sich der 94-jährige Priester Ernesto Cardenal aufgrund einer Infektion im Krankenhaus. Die Ärzte diagnostizierten Gallensteine, eine OP wurde aufgrund des hohen Alters und dem damit verbundenen Risiko abgelehnt und so wurde er mit Antibiotikum behandelt.
Inzwischen ist er wieder zu Hause, wie uns ein guter Freund von ihm schrieb, dem wir unsere Genesungswünsche übermittelt haben. Er habe sieben Leben, schrieb ein weiterer Freund.

Gerne erinnern wir uns an unsere Begegnung mit ihm 1998, als Ernesto mit Freunden Ometepe besuchte, die Insel, die er ebenso liebte wie seine Insel Solentiname.

„Cardenal ist einer der wichtigsten Poeten Lateinamerikas. Ende der 1970er Jahre unterstützte er aktiv den Kampf gegen die Somoza-Diktatur, die Nicaragua fast 50 Jahre lang regierte, bis sie von der linken Sandinistischen Nationalen Befreiungsfront FSLN (Frente Sandinista de Liberación Nacional) gestürzt wurde. Unter der sandinistischen Regierung war Cardenal zunächst Kultusminister, distanzierte sich jedoch von der FSLN aufgrund der politischen Richtung, die Daniel Ortega als Präsident seit 2007 eingeschlagen hatte.
Cardenal verurteilte auch die Repression der Ortega-Regierung gegen die Proteste, die im April letzten Jahres begonnen hatten.
Laut Aussagen von humanitären Gruppen fielen der Repression 325 Menschen zum Opfer.
Cardenal ist Autor zahlreicher Werke wie „Oración por Marilyn Monroe y otros poemas“, „La revolución perdidada“ und „Cántico cósmico“, die in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Zudem wurde er mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet: 2009 gewann er den Premio Pablo Neruda, 2012 den Preis Reina Sofia und im September letzten Jahres erhielt Cardenal den internationalen Mario Benedetti-Preis.“ (npl)

Das Kindermissionswerk »Die Sternsinger« trauert um früheren Präsidenten Msgr. Winfried Pilz

Dazu schreiben die Geschäftsführer des Ometepe-Projektes Monika und Michael Höhn den nachfolgenden Brief:

Im Namen des Fachausschusses Ometepe und des Evangelischen Kirchenkreises An der Agger sind wir mit Ihnen traurig über den Tod von Monsignore Winfried Pilz.

Wir hatten viele Begegnungen mit ihm in Aachen und haben uns besonders auch darüber gefreut, dass er das Vorwort zu dem 2009 herausgegebenen Kinderbuch „Die Kinder vom Vulkan Maderas“ geschrieben hat, das auch vom Kindermissionswerk mitgesponsert wurde. „Kinder schauen uns an – das bringt uns ihr schönes Land Nicaragua näher als viele Worte…“ Dabei schenkte er einer kleinen, unscheinbaren Blechbüchse besondere Aufmerksamkeit, die als Öllampe
in den Hütten der Ärmsten auf der Insel Ometepe gebraucht wurde. Sie erhielt in Ihrem kleinen Museum, für alle Besucher sichtbar, einen besonderen Platz unter der Überschrift : „Die Fantasie der Armen“ … „Mit vielen Menschen gemeinsam zusammen können wir zum Licht werden, welches das Leben vieler anderer heller macht – ein Signal österlicher Hoffnung. Die Kinder vom Vulkan Maderas schauen uns an und warten darauf,“ schrieb er damals – und ermutigte uns zu weiterem Engagement.

In Erinnerung an unsere gute ökumenische und geschwisterliche Zusammenarbeit grüßen wir Sie alle sehr herzlich

Monika und Michael Höhn
Geschäftsführer des Ometepe Projektes
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Bericht über den Fortbildungslehrgang für Physiotherapeuten bei Behandlung von Babys mit neurologischen Besonderheiten

von Xochilt Paizano aus Ometepe, Übersetzung Peter Albrecht.

Am 22. Januar 2019 begann der erste Teil des 4tägigen Lehrgangs für die Behandlung und Heilung von Patienten mit neurologischen Schäden, gehalten von Nadine Gulyas, Physiotherapeutin vom Physiozentrum fur Weiterbildung, Wien; darin nahm das Team von CET Therapeuten, Psychologen, Erziehern und Krankenschwestern teil.

Die Hauptthemen waren:

  • Die normale Entwicklung eines Neugeborenen bis zum Alter von 1 Jahr.
  • Gründe für neurologische Schäden und deren Früherkennung.
  • Bewertung und Grundsätze der Behandlung, auch Studien und neue Behandlungsmethoden.

Jetzt arbeiten wir an der Wahl eines Falles aus den aktuellen CET Patienten der Klinik “La esperanza”, um das Erlernte umzusetzen und um Erfahrungen im zweiten Teil mit den anderen Teilnehmern zu vergleichen.

Dafür haben wir neue Bewertungen und Pläne für spezifische Behandlungen vorgenommen, die im zweiten Teil präsentiert wurden, der vom 12. bis 15. Februar statt fand . In diesem Teil hatten wir die Gelegenheit Erfahrungen und Erkenntnisse mit allen Teilnehmern auszutauschen, und vor allem erweiterten wir unsere Kenntnisse in der integralen Behandlung, vom ersten Kontakt mit dem behinderten Patienten an bis zur Integration der Familie und Gemeinschaft, um so die Strategie, den Patienten zu Hause zu behandeln, zu stärken.

Schlussendlich konnte man ein Netz von Physiotherapeuten des ganzen Landes formieren, um im Kontakt zu bleiben. So können wir fortfahren, unsere Kenntnisse auszutauschen und können wir jede Anstrengung und Information über Kurse oder Aktualisierungen leichter austauschen.

Es muss noch die bereichernde Erfahrung erwähnt werden, die von dieser Schulung gewonnen wurde, die uns die Gelegenheit gibt, jeden Tag die Behandlung unserer Patienten zu erweitern und zu verbessern.

Unerwarteter Besuch von Bischof Hombach aus Nicaragua in Wiehl

v.l.n.r: Michael Höhn, Monika Höhn, Bischof Bernhard Hombach, Pfarrer Reinhard LenzDas war wirklich eine große Überraschung, als sich der inzwischen pensionierte Bischof Bernhard Hombach aus Nicaragua – gemeinsam mit Pfarrer Reinhard Lenz aus der Katholischen Gemeinde St.Marien Freudenberg und ehemaligen Heimatgemeinde von Bischof Hombach – kurzfristig bei den Initiatoren des Ometepe-Projektes Monika und Michael Höhn zu einem Besuch ankündigten.
„Zum 25-jährigen Projektjubiläum im letzten Jahr musste Bernardo Hombach seine Ansprache in der Wiehler Kirche kurzfristig wegen eines Infektes absagen“, sagte Michael Höhn. Seit zehn Tagen war Bischof Bernhard Hombach aus familiären Gründen bei seiner Familie in Freudenberg. Heute ist er wieder nach Nicaragua abgereist. Einigen Oberbergern und Mitgereisten nach Ometepe ist er seit vielen Jahren bekannt, Er war als Bischof in Nicaragua tätig und hat die Wegbegleiter des Ometepe-Projektes in seinem Bischofsamt in Granada empfangen. Die Insel Ometepe gehörte mit zu seiner Diözese und so erhielt das Ometepe-Projekt manche konkrete Hilfe durch ihn als Leiter der Caritas in Nicaragua. Auch die Containerlieferungen aus Deutschland für die Insel Ometepe wurden über ihn abgewickelt. So hatte sich im Lauf der Jahres eine aktive ökumenische Zusammenarbeit entwickelt, die den Geschäftsführern Monika und Michael Höhn und dem Evangelischen Kirchenkreis An der Agger von Beginn an am Herzen lag.

Im Mittelpunkt des Gespräches stand die aktuelle politische Entwicklung seit dem 18. April 2018 in Nicaragua, die nach wie vor große Sorgen bereitet. Inzwischen sind mehr als 30.000 Nicaraguaner ins benachbarte Ausland geflohen und viele politische Gefangene noch inhaftiert. Die Nachricht über den schlechten Gesundheitszustand des 94jährigen Priesters und Schriftstellers Ernesto Cardenal erhielten die Höhns am gleichen Tag. Auch Ernesto Cardenal hatte vor vielen Jahren das Ometepe-Projekt besucht.
Heute Morgen erfuhren die Höhns von einem Freund Ernesto Cardenals die erfreuliche Mitteilung, dass er aus dem Krankenhaus entlassen wurde und sich zur weiteren Genesung wieder in häuslicher Umgebung befindet. Bischof Hombach nahm gern einige der neuen zweisprachigen Nicaragua-Bücher „Paradies mit Widerhaken“ für die Mitarbeiter*innen des Projektes mit nach Nicaragua.

Gott sei Dank

Frauentreff im evangelischen Gemeindehaus in Oberwiehl.
35 Frauen im Alter von 56 bis 92 Jahren kamen am Montag, dem 4. Februar 2019 zur Informationsveranstaltung über das Ometepe-Projekt ins evangelische Gemeindehaus in Oberwiehl, zu der Monika Höhn von der Vorsitzenden Martina Bubenzer eingeladen worden war.
Neben ihrem Vortrag zeigte Monika Höhn auch den Film über Ometepe, den der Evangelienrundfunk in Wetzlar für die Sendung „Gott sei Dank“ gesendet hatte. Am Ende der Sendung wurden Monika und Michael Höhn über die Anfänge des Projektes interviewt.
Im Anschluss gab es noch eine anregende Diskussion sowie weitere Informationen zur katastrophalen Lage in Nicaragua seit dem 18. April 2018. Die meisten Zuhörerinnen hatten davon kaum etwas gehört. Für die wichtige Arbeit mit Kindern mit Behinderungen erhielt Monika Höhn eine Spende der Frauen über 350 €. Am Büchertisch wurden noch eine Reihe von verschiedenen Nicaraguabüchern
gekauft, die Monika und Michael Höhn im Laufe der 26jährigen Projektarbeit geschrieben haben.

Monika Höhn

Begegnungen beim Ometepe-Neujahrsempfang 2019


„»Alles wirkliche Leben ist Begegnung.« Diese Aussage von Martin Buber hat uns ein Leben lang begleitet und gilt auch als Leitspruch für den heutigen Abend,“ begrüßte Monika Höhn die 90 Gäste, Freunde und Förderer, Menschen, die Ometepe besucht haben. Superintendent Jürgen Knabe, Bürgermeister Ulrich Stücker, der zum vierten Mal beim Neujahrstreffen dabei war, Gäste aus Somalia, Syrien, Afrika, der Türkei, Griechenland, Nicaragua und dem Iran.

Die Oberbergische Volkszeitung berichtete dazu ausführlich, ebenso Vera Marzinski für den Evangelischen Kirchenkreis an der Agger und für Oberberg Aktuell.
https://www.ekagger.de/de/aktuelles/news-detail/getarticle/News/detail/neujahrsempfang-des-ometepe-projekts-ein-familienprojekt/

http://www.oberberg-aktuell.de/index.php?id=144&tx_ttnews[tt_news]=208139

Die Ansprache von Monika Höhn zum Neujahrsempfang können Sie ebenfalls nachlesen!

Danke an alle Spenderinnen und Spender und die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Kindermissionswerk Die Sternsinger

Durch die gemeinsame Hilfe ist es uns möglich, auch für das erste Quartal 2019 die Überweisung für die Arbeit auf Ometepe zu tätigen – ein wichtiger Baustein insbesondere angesichts der schwierigen wirtschaftspolitischen Lage in Nicaragua!