Ökumenische Zusammenarbeit im Ometepe-Projekt

Von der Basis an die Basis: Konfessions- und parteiübergreifende Arbeit für die Ärmsten

Eine erfreuliche Mitteilung für euch“ überraschte Pfarrer Josef Rottländer von der katholischen Kirchengemeinde St. Josef in Hamm/Sieg bei einem Telefonat die Ometepe-Initiatoren Monika und Michael Höhn. „Wir überweisen 5.000€ an den Ev. Kirchenkreis An der Agger für eure Arbeit. Dieses Geld stammt aus dem Fonds des Förderkreises Süd- und Mittelamerika der Kirchengemeinde St. Severin in Lindlar.

Pfarrer Josef Rottländer arbeitete viele Jahre als Gemeindepfarrer in den katholischen Kirchengemeinden Lantenbach und Lindlar sowie im Berufskolleg Oberberg Dieringhausen. Dort war er für den katholischen Religionsunterricht zuständig. … weiterlesen →

Die Kinder vom Vulkan Maderas

Zum »Tag des Buches« gab es viele Lesungen – auch in der Adolf-Reichwein-Schule in Hilden. Und Ometepe war wieder dabei.

Zum Tag des Buches in der Adolf-Reichwein-Schule in Hilden.Wer oder was ist Ometepe?“ fragten die SchülerInnen der Klasse 4 der Adolf-Reichwein-Schule in Hilden interessiert, als Monika Höhn mit ihrer Foto-Bildwand von Kindern der Vulkaninsel Ometepe im Großen Nicaragua-See und einem Koffer voller Gegenstände der indigenen Bevölkerung in die Schulkasse kam. … weiterlesen →

Dahlien für Ometepe von Wilfried Bergerhoff und Hannelore Groß

Selten habe ich einen so farbenprächtigen Dahliengarten gesehen“ sagte Monika Höhn vom Ometepe-Projekt, als sie bei einem Spaziergang im Herbst die meterhohen Dahlien der Besitzerin  Hannelore Groß aus Wiehl – Gassenhagen bestaunte.

Monika Höhn fotografierte die vielfältige Blütenpracht, deren Knollen Hannelore Groß vor Einsetzen des Frostes aus dem Boden nehmen wollte. Die Blüten schmückten einige Tage später ein großes Holzkreuz, das sich Freunde zu ihrer Hochzeit gewünscht hatten und Hannelore Groß füllte eine Riesenplastikwanne mit den tellergroßen Blüten. … weiterlesen →

Neues Buch aus dem Verlag Ch. Links

Kürzlich ist im Linksverlag in Berlin ein neues Nicaraguabuch erschienen, in dem auch unser Ometepe-Projekt kurz beschrieben ist.

Aus dem Klappentext:

Aufbruch nach Nicaragua · Deutsch-deutsche Solidarität im Systemwettstreit

Cover des Buches Aufbruch nach NicaraguaIn den Zeiten des Kalten Krieges reisten Tausende Engagierte aus der damaligen Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik nach Nicaragua. Sie alle wollten das sandinistische Nicaragua unterstützen und beim Aufbau einer sozial gerechten Gesellschaft helfen. Während die DDR-Regierung die Solidarität mit Nicaragua zur Staatspolitik erklärte und Großprojekte organisierte, stellte die Bundesrepublik ihre staatliche Hilfe ein und unterstützte stattdessen die aggressive Außenpolitik der US-Regierung. Als Gegengewicht bildeten sich zahlreiche Basisgruppen zur Unterstützung kleinerer Einzelprojekte vor Ort. Im vorliegenden Buch erzählen Reisende aus Ost und West von ihren damaligen Beweggründen, nach Nicaragua zu gehen, ihren Erfahrungen im Land und ihren teilweise exotischen Begegnungen mit den Deutschen aus dem jeweils anderen Teil. Diese waren geprägt von vorsichtiger Neugier wie auch von Desinteresse und Skepsis. Zu sehr unterschieden sich die entwicklungspolitischen Konzepte und die Mentalitäten. Abschließend wird gefragt, was aus der damaligen Solidaritätsbewegung geworden ist und wie sich das Land seitdem entwickelt hat. Zahlreiche noch heute tätige Gruppen stellen ihre Arbeit vor.

 

Zu Gast bei Tabea und Daniel Köbsch in Dresden-Laubegast

Monika und Michael Höhn beim Lateinamerika-Gottesdienst im evangelischen Christophorus-Kirchgemeindezentrum in Dresden Laubegast.

Ein paar Jahre sind inzwischen vergangen, seit Tabea Köbsch, Studentin der Sozialpädagogik aus Dresden, mit ihrem Mann Daniel und ihren beiden Kindern Theresa und Aaron auf der Insel Ometepe waren, wo sie von Oktober 2003 bis Mai 2004 die Projektarbeit begleitet haben.

Tabea hatte seinerzeit den Anstoß gegeben, dass die Kinder in der Schule »La Esperanza« in Santo Domingo in ihren traditionellen Tänzen unterrichtet werden konnten, so, wie es in den meisten Schulen des Landes üblich ist. In Santo Domingo fehlten die Kostüme. Tabea schaffte es, mit Unterstützung von Verwandten und Freunden, Kostüme für eine erste Tanzgruppe auf Ometepe nähen zu lassen. Schon längst ist ein Tanzlehrer dauerhaft eingestellt. Musik- und Tanzunterricht sind wesentliche, kulturelle Bestandteile an vielen nicaraguanischen Schulen und erfreuen sich vor allem bei der armen Landbevölkerung besonderer Beliebtheit.

Die Liebe und der Kontakt zu diesem Land sind nie abgerissen und wir möchten unsere Fähigkeiten weiterhin in die Arbeit einbringen, auch, wenn wir inzwischen vier Kinder haben. Der ganz normale Alltag lässt uns nicht viel Zeit“ sagte Tabea einmal in einem Telefonat. So konnte Daniel, der als OP-Pfleger in einem Dresdner Krankenhaus arbeitet, inzwischen eine neue Homepage aufbauen, die er nun regelmäßig betreut und auf dem aktuellen Stand hält. Dafür gab es schon so manches Lob.

Tabea hat nach ihrer Kinderpause ihr Studium wieder aufgenommen und arbeitet intensiv an ihrer Diplomarbeit. Zu ihrer heimischen Kirchengemeinde haben die beiden von jeher Kontakt gehalten und Ometepe bekannt gemacht. So gab es von dieser Gemeinde bereits verschiedene Kollekten, die für die Arbeit auf der Insel bestimmt waren und auf das Projektkonto des Ev. Kirchenkreises An der Agger im Oberbergischen Gummersbach (NRW) überwiesen wurden.

Erstaunt waren Monika und Michael Höhn, als sie an diesem März-Wochenende ins evangelische Christophorus-Gemeindezentrum eingeladen wurden, in dem ein Lateinamerika-Abend mit Tänzen und Musik stattfinden sollte. „Christophorus gilt als der Schutzpatron der Schiffer und Flößer, ist Helfer gegen einen unvorhergesehenen Tod und Nothelfer in vielen anderen Gefahren“, erklärte Tabea die in einer evangelischen Kirche ungewöhnliche Christophorus-Figur in dem kleinen, freundlich einladenden Gemeindesaal. „Durch die Nähe der Elbe standen hier schon Ackerflächen, Straßen und ufernahe Häuser unter Wasser und es gab eine Jahrhundertflut 2002, bei der der Hochwasserpegel 9.40 m gemessen wurde.“ Das Patronat des Schutzheiligen, das Retten aus Wassernot, hatte so seine ganz eigene Bedeutung für die Menschen in der Laubegaster Gemeinde.

Pfarrer Schille begrüßte Monika und Michael Höhn als Gäste. Und Tabea und Michael stellten das Projekt noch einmal kurz vor. Im Anschluss gab es einen kleinen Ometepe-Stand mit interessierten Gesprächen, Buchverkauf und einer Kollekte von 188,20€, die bereits auf dem Ometepe-Konto eingegangen sind.

Vielen Dank für eure liebevolle Gastfreundschaft!

Monika & Michael Höhn

Abenteuerliche Fahrt nach Ometepe

Erste Erfahrungen von Tabea Schoepe auf dem Weg nach Nicaragua. Tabea und Ute SchoeppeIn einem spanischsprachigen Entwicklungsland wollte die 19-jährige Reichshoferin Tabea Schoepe fünf Monate lang ihre Erfahrungen sammeln, die sie für ihre später Ausbildung zur Krankenschwester brauchen kann. Am 4. März 09 ging es von Düsseldorf los. Aufgrund eines technischen Defekts an der Maschine kehrte der Flieger über Umwege zurück und erreichte mit Verspätung die Zwischenstation Madrid. Von hier aus erhielten Monika und Michael Höhn einen Anruf von Tabea, die ihnen mitteilte, dass sie den Anschlussflug verpasst und erst am nächsten Morgen von Madrid über Costa Rica nach Managua weiterfliegen würde. „Es ist ja nicht so leicht möglich, in einem Land wie Nicaragua mit einer Zeitverschiebung von acht Stunden mal so eben anzurufen und Bescheid zu sagen, dass die Gastfamilie sie am Hafen der Insel erst einen Tag später abholen kann“, sagt Monika Höhn. „Ein Telefon gibt es nicht und ob aus einem etwas weiter entfernten Hotel die Nachricht weitergegeben wird, ist fraglich.“ Voller Sorge wartete die Familie auf die Meldung von Tabeas glücklicher Ankunft auf Ometepe. Kurz zuvor gab es noch eine andere Überraschung: Tabea erreichte gerade noch die letzte Fähre zur Insel, bevor der Fährverkehr wegen zu stürmischer See eingestellt wurde. Alle Beteiligten waren erleichtert, als sie am Abend des 6. März von ihrer Gastfamilie in Empfang genommen wurde. Tabea Schoepe ist eine von insgesamt acht Praktikanten, die seit 1993 das Ometepe Projekt besucht haben. Alle haben ihren Aufenthalt selbst finanziert. „Bei der Vermittlung von Praktikanten sind wir zurückhaltend“, sagen die Höhns. „Einerseits haben wir wunderbare Erfahrungen gemacht und frühere Praktikanten gehören heute zu unserem festen ehrenamtlichen Mitarbeiterteam und sind echte Hilfen. Wir wissen, dass junge Menschen nach einem solchen Aufenthalt meist mit sehr konkreten Vorstellungen für ihre Zukunfts- und Studienplanungen nach Deutschland zurückkehren.“ Ein hervorragendes Beispiel dafür ist Irina Kühn aus Gummersbach-Derschlag. Sie ist heute Spanischlehrerin an einem Heidelberger Gymnasium und macht viele Übersetzungen fürs Projekt. „Andererseits ist bei einem solchen Aufenthalt eine gründliche Vorbereitung notwendig, die wir nur bedingt vermitteln können. Deshalb arbeiten wir auch mit Organisationen zusammen, die die jungen Ausreisenden gründlich auf Nicaragua vorbereiten. Dazu gehören ausreichende Sprachkenntnisse, Länderkunde, Konflikttraining, Belastungstraining und ein gutes Einfühlungsvermögen in die andere Kultur. Außerdem sollte die Frustrationstoleranz möglichst hoch sein – wichtige Voraussetzungen für einen längeren Aufenthalt auf der Insel.“ Tabea Schoepe verfolgte hartnäckig ihren Wunsch, nach Ometepe zu gehen. 2008 hatte sie während der Feiern zum 15-jährigen Projektbestehen Kontakt zu den Besuchern aus Nicaragua aufgenommen. Sie und ihre Mutter Ute führten vorbereitende Gespräche mit den Projektinitiatoren, Monika und Michael Höhn. Sie alle sind davon überzeugt, dass Tabea Mitte des Jahres mit vielen guten Erfahrungen wieder zurückkehrt und sind gespannt auf ihren ersten ausführlichen Bericht, der hoffentlich aufgrund von häufigen Stromausfällen nicht zu lange auf sich warten lässt.