Inselbewohner im Protestmarsch gegen den Kanal

Übersetzung eines Artikels aus »La Prensa«

Etwa 2.000 Personen protestierten am Samstag 15.11. auf der Insel Ometepe gegen den Bau des Kanals. Der Marsch zog sich gegen 14:15 Uhr über knapp 1 km in der Innenstadt von Moyogalpa.

Der Protestmarsch erreichte dann den Sportplatz, weil die Teilnehmer den Vorhof der Kirche nicht benutzen durften, da die Gemeindeverwaltung beschlossen hatte, ausgerechnet an dem Tag den Weihnachtsbaum und die Figuren von Christi Geburt aufzustellen.

Henry Condega, Einwohner von Altagracia, in Rivas, versicherte, dass einer der Gründe für die relative geringe Beteiligung darin lag, dass nur 1 LKW aus Altagracia passieren durfte, weil das Militär eine Sperre errichtete.

Norvin Somarriba, ein Touristenführer und Taxifahrer, Teilnehmer der Kundgebung, versicherte, dass er diesen Protest unterstützt „weil die Flora und Fauna mit dem Bau des Kanals verschwinden wird.“
Auf dem Sportplatz veranschaulichten die Organisatoren und die Bevölkerung ihren Gesichtspunkt zum Bau des Kanals.

Widerstand auf Ometepe – der geplante Kanalbau beschäftigt die Bevölkerung

Foro en Ometepe sobre el canalDie Gruppe Cocibolca wird am Samstag, 15. November ( 9 – 12 Uhr ) auf der Insel sein, um bei einem Forum über den Kanal zu informieren, der auf Ometepe (Moyogalpa) entsteht, organisiert von FEV-AMOJO-ROCO mit Hilfe von La Red de Desarrollo Local.

Die Agenda zeigt, dass man sich eine Ausstellung vom Centro Humboldt anschauen kann, welche die Auswirkungen des Kanals auf die Umwelt zeigt, ebenso eine von Popolna über die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie eine von Fundenic über das Gesetz bezüglich der Biosphäre und des Kanal.s

Dies findet in der Diskothek Cocibolca in Moyogalpa statt, beginnt um 9 Uhr morgens und endet 12 Uhr mittags.

Sehen wir uns dort ?

Grüße,
Yolidia Hernandez
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Brief unserer ehemaligen Mitarbeiterin Sonia Kofler zur Situation auf Ometepe

Hallo Monika

ja, ich bin wieder auf Ometepe und wir sind am 9. Oktober in Managua angekommen. Am 10. waren wir auf der Insel geschockt über das Ausmass der Lawine. Die lokale und nationale Regierung hat wirklich eine tolle Arbeit geleistet. Am darauffolgenden Tag am 11. bin ich bei Tag hingefahren und habe mir vor Ort ein bild gemacht (wir kamen nachts auf ometepe an). Einfach unglaublich und ein Wunder, dass nicht mehr Leute ums leben gekommen sind. Manche Häuser sind wie eine Insel zwischen zwei Lawinen isoliert. … weiterlesen →

Hilfe für die am schlimmsten betroffenen Gemeinden durch „unsere“ Schule in Santo Domingo

OLYMPUS DIGITAL CAMERAInformation der Lehrerin Mercedes Hernandez vom 18.10.2014
Grüße und Segen für Euch. Ich hoffe, dass es Euch gesundheitlich gut geht. Uns geht es – Gott sei Dank – gut, trotz der Naturphänomene, die viele arme Familien in diversen Gemeinden der Insel betroffen haben, auch meine eigene Familie, weil einer meiner Brüder Schäden am Haus hinnehmen musste, aber Gott sei Dank hat niemand von ihnen sein Leben verloren, was das Wichtigste überhaupt ist. Wir von der Schule haben uns die Aufgabe gegeben, bei den Eltern der Schüler Lebensmittel zu sammeln und die betroffenen Gemeinden zu besuchen: LOS RAMOS und SINTIOPE. Ich schicke Euch Fotos dieser Besuche bei Betroffenen.
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Original von Mercedes
HOLA FAMILIA SALUDOS Y BENDICIONES PARA USTEDES,
ESPERO SE ENCUENTRE BIEN DE SALUD.
NOSOTROS ESTAMOS BIEN GRACIAS A DIOS PESE A LOS FENÓMENOS NATURALES EN LOS
QUE HAN SIDO AFECTADOS MUCHAS FAMILIAS HUMILDES EN DISTINTAS COMUNIDADES DE
LA ISLA E INCLUSO EN MI PROPIA FAMILIA PUESTO QUE A UNO DE MIS HERMANOS SUFRIÓ
DAÑOS MATERIALES EN SU CASA PERO GRACIAS A DIOS LAS VIDAS DE ELLOS QUE ES LO MAS
IMPORTANTE HAN SIDO PRESERVADAS. NOSOTROS DE PARTE DE LA ESCUELA NOS DIMOS A LA
TAREA DE RECOLECTAR VÍVERES ENTRE LOS PADRES DE LOS NIÑOS Y VISITAR LAS COMUNIDADES
AFECTADAS COMO SON: LOS RAMOS Y SINTIOPE, LES ENVIO FOTOS DE ESTAS VISITAS A LOS DAMNIFICADOS.

Spendenaufruf „Katastrophenhilfe Ometepe“

10718917_778148032242109_216115620_oDurch die Regenfälle und Schlammlawinen auf Ometepe in der letzten Woche sind zahlreiche Häuser zerstört worden. Die Ernte wurde zum Teil vernichtet. Viele Bewohner auf Ometepe sind nun auf langfristige Hilfe angewiesen.

Deshalb sind wir dankbar für jede kleinere oder größere Spende.


Spendenkonto beim Evangelischen Kirchenkreis An der Agger
Stichwort „Katastrophenhilfe Ometepe“
Bank für Kirche und Diakonie
IBAN DE16350601901010106016
BIC GENODED1DKD

Vielen Dank!

Tragödie auf Ometepe

Informationen von Dr. Roberto Alvarado
vom 15. Oktober 2014

Grüße an alle Freunde,

danke, dass Ihr uns verbunden seid und die Absicht habt, uns zu helfen.

Am Mittwoch, dem 8. Oktober 2014 von früh über den Nachmittag bis in die Nacht und bis zur Mitternacht des Donnerstag, 9. Oktober 2014 begann eine Regenzeit, wie wir sie in der ganzen Winterzeitperiode seit Mai noch nicht erlebt haben.

In den Monaten vorher hatte es nicht wie gewöhnlich geregnet, so dass die Anpflanzungen in der Gefahr standen, durch den fehlenden Regen verdorben zu werden. Und der Oktober begann mit Regen und diese waren sehr stark. Sie haben den Abrutsch der Erde, der Felsen und der Bäume in den Gemeinden Los Ramos, Sintiope, Urbaite, El Quino und Altagracia verursacht.

Quelle: Global Volcanism Program volcano.si.edu

Außerdem im Bereich von San José del Norte, in der Nähe des Ortes, den wir La Chirca nennen, auf dem Weg, der nach San Marcos führt: Einstürze und Schlammlawinen, an den Stellen, die wir Laares nennen.

Diese waren so stark, dass sie Überschwemmungen verursachten, Häuser und Pflanzungen zerstörten. Ein kleines Mädchen aus Los Ramos kam dabei ums Leben. Von ihrer Geschichte habt Ihr gehört, weil sie Don Alcides schon mitgeteilt hat.

DSCN0157Nach den Angaben der Fachleute fiel in dieser Zeit mehr als 50 cm Regen (auf einen Quadratmeter – d. Übers.). Der Schaden ist beträchtlich. Die Menge der vulkanischen Materialien – Felsen, Sand, Schlamm – betrug mehr als drei Meter Höhe. Es ist unglaublich, aber die Abschnitte auf den Straßen in den betroffenen Ortschaften waren von dieser Höhe. Überraschend und – Gott sei Dank – gab es nur wenige menschliche Verluste.

DSCN0154Die Pflanzungen waren zerstört: Bohnen, Mais und Wassermelonen, die sie angepflanzt hatten. Nun gibt es nur noch Steine und Sand.

Ich hoffe, dass die Fotos und die kurzen Videos, die ich an diesen Orten gemacht habe, einiges von dieser Tragödie zeigen. Ich hatte keine Gelegenheit, zu den Schutzräumen zu fahren, die für die evakuierte Bevölkerung eingerichtet worden sind.

Don Alcides hat Lebensmittel zu allen Schutzräumen von Seiten des Projektes gebracht.

DSCN0147Die lokale und auch die zentrale Regierung haben sofort Hilfe zugesagt und haben das ganze Material sofort beseitigt und auch die anstehenden Probleme in kürzester Zeit gelöst.

Der Wiederaufbau und die Reparatur der Häuser wird sicherlich längerfristig sein. Wir werden sehen…!

Die Zurückführung der Bevölkerung in die Ortschaften, in denen sie nicht wohnen können, wird lange dauern. Die ganze Insel ist ein von dieser Katastrophe verletzter Ort.

Die ersten Fotos sind aus dem Bereich von Altagracia, ebenso das Video.

DSCN0153Der Strom ergoss sich von La Sabana, zerstörte den Straßengraben und schuf sich ein neues Flussbett. Eine Hausmauer stürzte durch die Feuchtigkeit und die Menge des Wassers ein – vor der Kapelle, in der Manuel heiratete. Erinnert Ihr Euch?

Die Hauptstraße von Altagracia war ein einziger Fluss vor dem Haus von Doña Norma. Die folgenden Fotos sind aus Sintiope, Nr. 153 ist in der Nähe von Manos Unidas in Urbaite in der Nähe des Hauses von Don Pedro Sandino.

Das Foto, das in der Tageszeitung La Prensa war, zeigt die großen Maschinen, die Materialien beseitigen.

Ich werde noch eine andere Seite schicken, um diese Mail nicht mit 19 neuen Videos zu überlasten.