Lustvoll – und mit Gewinn – essen für Ometepe.

Blumengedeck zum ValentinstagBenefiz-Essen am Valentinstag im Victor’s in Gummersbach

Schnee und Sonne hatten Oberberg an diesem 14. Februar 2009 in eine Märchenlandschaft verwandelt.

56 Gäste waren einer ungewöhnlichen Einladung zu einem 1. Benefiz-Essen für Ometepe ins Victor’s Residenz-Hotel in Gummersbach gefolgt, zu der die Ärztinnen und Ärzte eingeladen hatten: Dr. Elke Alberts, Zahnärztin aus Wiehl, der Kinderarzt Dr. Wolfgang Sabel und die Ärztin Dr. Ute Sabel aus Gummersbach sowie der Kinderarzt Dr. Jörg Nase aus Bergneustadt gemeinsam mit den Initiatoren des Ometepe-Projektes, Monika und Michael Höhn. Sie alle haben das Projekt auf der Insel Ometepe schon kennen gelernt.

Benefizessen des Ometepe-Projektes Nicaragua am Valentinstag im Victor's in Gummersbach
Freunde und Förderer aus Kirche, Wirtschaft und Politik, Ärzte und Zahnärzte aus dem Oberbergischen Kreis und aus Köln, und sogar Gäste aus München kamen zu diesem Essen für eine gute Sache nach Gummersbach.

Auch Werner Becker-Blonigen, Bürgermeister aus Wiehl mit Ehefrau Bettina, der Geschäftsführer der Behindertenwerkstatt Oberberg, Dietmar Groß mit seiner Frau Anke aus Wiehl, der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Flosbach aus Waldbröl, Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit seiner Frau Eva und Rita Sackmann, Bürgermeisterin aus Gummersbach, waren der Einladung gefolgt.

Guido Guntermann, Direktor von Victors begrüßte die Gäste. Danach berichteten die MedizinerInnen von ihren ganz persönlichen Erfahrungen auf Ometepe. Sie hatten die Insulaner auf ihren gemeinsamen Fahrten mit dem nicaraguanischen Ärzteteam in die Vulkandörfer kennen gelernt und in ihren Hütten besucht. Diese beeindruckenden Erlebnisse teilten sie nun Freunden und Bekannten mit, um weitere MitstreiterInnen zu gewinnen.

Michael Höhn begrüßte die Gäste im Namen der Ometepe-Initative an diesem Valentinstag. „Valentin war im 3.Jahrhundert nach Christus ein Märtyrer, der gewusst und gelebt hat, dass Gott die Liebenden schützt – alle. Und das sollten wir heute Abend nicht vergessen.

Er bedankte sich bei den Vorrednern, sowie bei Daniela und Guido Guntermann und dem gesamtem Personal, das durch seine Liebenswürdigkeit und Aufmerksamkeit von allen Gästen gelobt wurde.

Zwei kurze Filmausschnitte aus dem neuen Ometepe-Film rührten nicht nur die Herzen der Gäste. Spontan erklärte Manfred Alberts von der Firma Alberts Jagdbedarf GmbH aus Wiehl, dass er 1.500 € für ein Haus für eine besonders bedürftige Familie spenden werde. Das Haus soll noch in diesem Frühjahr gebaut werden.

Den musikalischen Höhepunkt des Abends bot das Gospel-Quartett des Gummersbacher Gospelchores mit den wunderbaren Stimmen der Sängerinnen Helena Adeyemi, Claudia Lemmer, Lena Stinder und der Leiterin Annette Giebeler – unterstützt vom Bassisten und Tontechniker Rainer Helberg. Sie schafft es aus dem Stand, die Gäste in Bewegung zu bringen und ernteten anhaltenden Applaus.

Der kulinarische Höhepunkt des Abends war ein Büffet mit ausgewählten Köstlichkeiten, das allen Gästen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Schon jetzt steht für alle fest: Auch im kommenden Jahr wird wieder ein Valentins-Benefiz-Essen für Ometepe stattfinden!

Unser Traum vom Zusammenrücken in dieser Einen Welt ist an diesem unvergesslichen Abend ein Stück Realität geworden“ freuen sich die Initiatoren des Ometepe-Projektes.

Insgesamt kamen 3.356€ für Ometepe zusammen.

Monika und Michael Höhn

Alltag in Nicaragua – Buchbesprechung von Hermann Schulz

Monika Höhn
Alltag in Nicaragua /Vida cotidiana en Nicaragua
Vom Leben der Menschen auf der Insel Ometepe
Gronenberg Verlag Juni 2008
280 Seiten Deutsch-Spanisch mit mehr als 200 Farbfotos,
fester Einband: €29,90
ISBN 978-3-88265-280-2

Noch ein Buch über Nicaragua? Ja, glücklicherweise. „Alltag in Nicaragua“ ist optisch und inhaltlich eine wunderbare Einheit. Texte von 33 Autorinnen und Autoren haben die beiden Höhns mit hunderten von tollen Bildern der kleinen Insel Ometepe zu einem sinnlichen, kraftvollen und informativen Dokument von Alltagsleben und Alltagsmenschen vereint. Das kann nur glaubwürdig gelingen, wenn Menschen sich lange Zeit mit viel Liebe, Geduld und Bescheidenheit auf ein anderes Land einlassen.
So ist nicht nur ein Buch über Ometepe entstanden; es steht beispielhaft für das ganze phantastische, aber leidgeprüfte Land Nicaragua in Zentralamerika.

Wie Monika und Michael Höhn dies Wunder fertiggebracht haben, ist großartig. An keiner Stelle hat den Rezensenten Langeweile überfallen. Leser und Betrachter tauchen ein in die Fülle einer fremden, und doch nahen Welt: Wie bewältigen diese Menschen ihre Armut, wie steht es mit der nachbarlichen Solidarität, wo findet Kultur statt, wie steht es mit den Folgen der Unterentwicklung, was denken diese – von der Welt oft abgeschnittenen – Menschen über Umweltschutz, Ökologie, Musik, Tanz, gute und böse Traditionen, Familienprobleme, Nachbarschaft, Macho-Mentalität, Solidarität, wie ertragen sie die Folgen der Globalisierung, die bis in den letzten Zipfel unserer Welt spürbar werden – und die Ärmsten der Armen besonders trifft.

Hier wird nicht „von außen“ berichtet; die meisten der Autoren sind Nicaraguanerinnen und Nicas (so nennt der Volksmund die Nicaraguaner), die auf der Insel leben; oder Europäer, die sich liebevoll auf dieses Land eingelassen haben.

Auch von den Veränderungen durch die Solidarität aus Deutschland ist die Rede, für die die Namen der beiden Autoren, Monika und Michael Höhn stehen; aber sie tun das bescheiden und immer eingedenk der Tatsache, dass der solidarisch Gebende mehr gewinnt als er gibt.
Im Laufe meines eigenen Lebens mit Nicaragua habe ich sicher einige hundert Publikationen über dieses Land gelesen und gesehen: „Alltag in Nicaragua“ ist unvergleichlich, weil es an keiner Stelle romantisiert, weil in ihm die Menschen zu Wort kommen – und wir ein lebendiges, realistisches Bild vom Leben der Armen vermittelt bekommen.

Ob wohl diese Insel in all ihrer Schönheit und Fülle wahrlich romantisch ist und man nur wünschen kann, dass viele unserer Landsleute die Einladung annehmen, sich auf Ometepe einzulassen.

Hermann Schulz

Hermann Schulz war der langjährige Leiter des Peter-Hammer-Verlags in Wuppertal, der viele lateinamerikanische Autoren wie Gioconda Belli, Ernesto Cardenal oder Eduardo Galeano in Deutschland bekannt gemacht hat.

Waffeln für Ometepe

Waffeln für OmetepeWir haben schon einige Kilo Mehl verbacken“ sagt eine Schülerin des Berufskollegs Oberberg Dieringhausen, die gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen an verschiedenen Waffeleisen mit dem Backen von Waffeln beschäftigt ist.

Die Klasse FSP 80 (Fachschule für Sozialpädaogik) mit ihrer Lehrerin Pfarrerin Christa Wülfing und ihrem Lehrer Reinhard Kreuzer hatte die Idee, in den beiden Schulpausen an verschiedenen Verkaufsständen Waffeln und Kaffee anzubieten.

Gern nutzen die Mitschülerinnen und Mitschüler und einige Lehrer des Berufskollegs in Dieringhausen diese Gelegenheit, um die leckeren Waffeln für einen guten Zweck zu essen.

Waffeln für OmetepeDurch das Ometepe-Musterhaus, das vor einigen Jahren auf dem Schulgelände gebaut worden ist, hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich mit der Lebens- und Wohnsituation auf der Insel Ometepe vertraut zu machen. Eine große Filmleinwand zeigte dazu in der Pause zusätzlich Fotos aus dem Lebensalltag der armen Bevölkerung. Auf einer Foto-Stellwand im Pädagogischen Zentrum bestand die Möglichkeit zur weiteren Information.

1300 EUR waren aus dem Sponsorenlauf im Juni zusammen gekommen. Ergänzt durch den Erlös des Waffelverkaufs von 250 EUR kann nun im kommenden Jahr ein neues Haus für eine obdachlose kinderreiche Familie gebaut werden. Allen beteiligten SchülerInnen und LehrerInnen ein ganz besonderer Dank für ihr Engagement!

»Volle Kanne« für Ometepe

Lothar Mintert und Edith FischerBis an den Rand gefüllt war das durchsichtige Plastik-Spendenhaus für Ometepe, das Barbara Mintert am 17. September 2008 in ihrem Laden »Teetässchen« in Bielstein auf die Theke gestellt hatte. Von jedem verkauften Päckchen Ometepe-Wohlfühltee gingen 20 Prozent ab für die Menschen auf der Insel Ometepe. Das erbrachte in den vergangenen 113 Tagen genau 246,10€.

Am Donnerstag, dem 8. Januar 2009 konnte Lothar Mintert das inhaltsschwere Spendenhaus an die Mitarbeiterin des Ometepe-Projekts, Edith Fischer übergeben, die sich darüber herzlich freute.

Der Teeverkauf für Ometepe geht weiter und die MitarbeiterInnen des Projektes sagen Barbara und Lothar Mintert ein aufrichtiges Dankeschön für ihre großartige Idee, Menschen in Bielstein und Umgebung zum Teetrinken zu verlocken und sie gleichzeitig von einer guten Sache zu überzeugen.

Monika Höhn

Und Frieden auf Erden
Militärausgaben und Entwicklungshilfe sind unvereinbar

von Monika Höhn

Dieses Foto zeigt den Besuch der nicaraguanischen Besuchergruppe aus Ometepe am 3. Juni 2008 in der Tafel in Gummersbach. Sie wurde freundlich empfangen von der Leiterin der Tafel, Gabi Müller (2. von links)Auch für das Jahr 2009 appellieren die MitarbeiterInnen des Ometepe-Projektes an die verantwortlichen Politiker, alles nur erdenklich Mögliche zu tun, sich für Frieden und gerechte Verteilung – hier bei uns und weltweit – einzusetzen.

Die weltweiten Rüstungsausgaben haben nach Schätzungen von Wissenschaftlern eine Rekordhöhe erreicht. Die Experten befürchten ein neues Wettrüsten –wovon deutsche Unternehmen finanziell profitieren würden. Deutschland ist inzwischen weltweit der drittgrößte Rüstungsexporteur.

Die Abrüstungsverhandlungen seien zum Stillstand gekommen, heißt es in einer Studie. Dagegen halte der Trend zu weltweiter Aufrüstung weiter an. Es müsse gegen den Trend gehandelt werden.

Wir wissen, wovon wir reden“ sagen die Initiatoren des Ometepe-Projektes Monika und Michael Höhn. „Wir arbeiten länger als 15 Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit mit einem der ärmsten mittelamerikanischen Länder. Die alljährlichen Aufenthalte mit vielen Oberbergerinnen und Oberbergern haben uns gezeigt, dass einzig der Kampf gegen die Armut auf Dauer den Frieden sichern kann. Im Juni 2008 haben wir mit Gästen aus Nicaragua die Tafel in Gummersbach besucht, so dass auch unsere Partner die Not bei uns kennen gelernt haben.
Wenn der Kampf gegen die Armut eine Priorität darstellt, dann ist es einfach nicht glaubwürdig, wenn Regierungen den Entwicklungshilfebudgets so wenig Gewicht beimessen
“ sagen die Höhns. „Für jeden US-Dollar, der in die Entwicklungshilfe investiert wird, werden zehn US-Dollar für Militärhaushalte ausgegeben. Wasser und Elektrizität, Bildung und medizinische Versorgung – das sind die Grundbedürfnisse von Menschen in Entwicklungsländern, nicht Panzer und Raketen.
Die MitarbeiterInnen des Ometepe-Projektes wünschen allen ein friedlicheres Jahr 2009 und danken für die bisherige Unterstützung in der Projektarbeit.

Noch eine Weihnachtsüberraschung für das Ometepe-Projekt am Heiligen Abend

Der nachfolgende Text erreichte die Mitarbeiterinnen des Ometepe-Projektes am Heiligen Abend:

Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen waren sehr fleißig, so dass der Weltladen noch einen Überschuss erwirtschaften konnte: So gehen mit den herzlichsten Weihnachtsgrüßen an Euch und die Freunde in Nicaragua 1.000 €  auf Euer Spendenkonto. Wir wünschen Euch auch für das neue Jahr weiterhin eine erfolgreiche Projektarbeit auf allen Seiten.

Herzlichen Dank sagen Monika und Michael Höhn im Namen der Ometepe-Initiative allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Weltladens und ihrer Vorsitzenden Ingrid Dreher.