Besuch auf dem Feld

Los sembradores después del trabajo.Wie der Reis auf den Teller kommt.

Die aktuelle Regenzeit bedeutet auch: es ist Zeit für die Aussaat! Momentan wird überall Reis gesät – auch auf dem Feld von Doña Berta Garcia, die mit dem Ometepe-Projekt seit vielen Jahren eng verbunden ist. Dieses Erlebnis wollten sich Tabea und Daniel Köbsch nicht entgehen lassen, und so durften sie bei der Aussaat auf einem Feld nahe San Fernando helfen. Von 07:00 bis 09:30 wurde die Saat in die Erde gebracht. 4 Männer stachen aller 40 cm Löcher in die Erde, die anderen füllten diese Löcher mit etwa 10 Reiskörnern. Eine schweißtreibende Arbeit unter der Morgensonne! Dennoch wurde viel gelacht – auch über die beiden „cheles“ – die nun etwas besser wissen, wie viel Arbeit in einem Teller Reis steckt…

Besuch in der Schule »La Esperanza«

Estudiantes de la Escuela »La Esperanza« en Santo Domingo, OmetepeEindruck vom Schulalltag auf der Insel Ometepe.

Heute hatte Familie Köbsch die Möglichkeit, den Schulalltag in der Escuela »La Esperanza« – welche vom Ometepe-Projekt finanziert wird – zu erleben. Für Theresa und Aaron war es zugleich ein freudiges Wiedersehen mit ihrer früheren Lehrerin Mercedes, bei der die beiden in der Vorschule waren.

Der Morgen begann in der Vorschule (Preescolar) mit einem gemeinsamen Lied und Morgensport an der frischen Luft. Anschließend präsentierten die Kinder noch zwei traditionelle nicaraguanische Tänze. In der Grundschule (Primaria) stand Literatur auf dem Stundenplan.

Zum Abschluß entstand noch ein gemeinsames Foto vor der Schule. Es war wunderbar zu sehen, wie engagiert sich die drei LehrerInnen Uriel, Mercedes und Martha um die Schüler kümmern, die teilweise 45 Minuten zu Fuß bis zur Schule laufen.


Dia del profesor · Tag des Lehrers

Die LehrerInnen der Escuela »La Esperanza«In Nicaragua ist es Tradition, den Tag des Lehrers zu feiern. Aus diesem Grund haben Monika und Michael Höhn im Namen der MitarbeiterInnen des Ometepe-Projektes in Deutschland herzliche Glückwünsche an die Lehrer übermittelt und sich für ihre Arbeit in der Schule »La Esperanza« für ihre engagierte Arbeit bedankt. Dank der inzwischen schnellen Kommunikation erhielten sie die nachfolgenden Fotos, mit denen sich die Lehrer für unsere Unterstützung bedanken.

Dra. Melida Luna und die LehrerInnen der Schule

Besuch im Centro de Salud

Centro de Salud del Proyecto Ometepe-AlemaniaHeute stand ein Besuch im Centro de Salud des Ometepe-Projektes an.

Familie Köbsch wurde von Dr. Alvarado und seinen Kolleginnen sehr herzlich empfangen. Die Consulta (Sprechstunde) für die vielen angereisten Ometepinos wurde kurzerhand von einer Medizinstudentin aus Managua, welche sich gerade im Praktikum befindet, übernommen und Dr. Alvarado führte uns durch die verschiedenen Bereiche des Gesundheitszentrums. Waren es 2004 noch 3 kleine Räume, in denen die Patienten behandelt wurden, so ist inzwischen ein weitläufiger Komplex aus Therapie und Praxisräumen entstanden. So gibt es nun separate Räume für die Psychotherapie, Physiotherapie und Ergotherapie – aber auch für Ultraschalluntersuchungen und gynäkologische Untersuchungen. Die Patienten nehmen lange Fahrten (1.5h von Tichaná oder Los Angeles) auf sich, um sich im Gesundheitszentrum des Ometepe-Projektes vorzustellen und behandelt zu werden – ein großer Vertrauensbeweis! Auch werden pro Monat etwa 1-2 Touristen mit verschiedensten Problemen vorstellig, das Ometepe-Projekt leistet also einen großen Beitrag zur medizinischen Grundversorgung auf der Insel. Daniel und Tabea waren sehr beeindruckt von der professionellen Arbeit von Dr. Alvarado und seinem Team.

Besuch bei Freunden

Tabea und Daniel Köbsch besuchen die nicaraguanischen Partner auf Ometepe.

Theresa und Aaron 2003Aaron und Theresa 2016Vor 13 Jahren lebten die beiden Dresdner mit ihren beiden Kindern für 7 Monate auf Ometepe. Tabea absolvierte damals ein sozialpädagogisches Praktikum in der Escuela »La Esperanza«, Daniel arbeitete in der Krankenstation mit.

Jetzt sind sie für 2 Wochen auf der Insel beim Projekt zu Gast und besuchen alte und neue Freunde. Heute gab es einen ersten Eindruck vom Alltag in der Preescolar (Vorschule) und der Primaria (Grundschule). Besuche in der Gesundheitsposten, bei der Kreditgenossenschaft und auch bei REMO sind geplant.

Lesung in Victor’s

WhatsApp-Image-20160622 (3)Trotz des Fußballländerspiels … die „Ometepinos“ kamen.

Überrascht waren die beiden Autoren Monika und Michael Höhn, dass zeitgleich zum Länderspiel Deutschland gegen Nord-Irland doch noch mehr als 30 BesucherInnen die zweite Lesung im Rahmen der musikalischen Trilogie in Victor’s Hotel besuchten.
Zu den Geschichten aus ihrem Buch „Unterwegs in Nicaragua – …und Esmeralda tanzte“ wurden sie begleitet von der wunderbaren Latino-Gruppe Zanate mit Theresa Hellwig, Ulli Besler und Pepe Zamorano, die zu Herzen gehende lateinamerikanische Lieder vortrugen. Ein leckeres Buffet und zahlreiche anregende Gespräche machten den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis. Danke allen für ihr Mit-Tun und für die großzügige Spende für Ometepe!

Buchempfehlungen für die Ferienzeit

Erholsame Ferientage wünschen wir allen, die in den nächsten Wochen unterwegs sein werden. Vielleicht besteht die Möglichkeit, ein Buch mit im Gepäck zu verstauen, das ich unbedingt empfehlen möchte. Wer mehr über Nicaragua und seine Geschichte erfahren möchte, sollte dieses Buch kaufen.

Kometensplitter: Interviews mit Frauen in NicaraguaDie Autorin Katja Ullmann portraitiert in ihrem Buch „Kometensplitter: Interviews mit Frauen in Nicaragua“ Frauen – Nicaraguanerinnen und Frauen aus anderen Ländern –  die in Nicaragua leben und arbeiten. Die Interviews vermitteln einen Einblick in die verschiedenen Bereiche des Alltags.
Katja Ullmann sprach mit den Frauen über Kindheitserinnerungen, ihre Erfahrungen in der Familie, im Beruf, mit den Männern… fragte sie nach ihren Idealen, Wünschen, Träumen…

…für mich war und ist die Revolution wie ein Komet, der den Himmel erleuchtete. Alle Welt sah ihn und er war schön. 1990 mit der Wahlniederlage zerbarst dieser Komet in Millionen Splitter Aber für mich sind diese Millionen Teile sichtbar…für mich gibt es sehr viele Dinge, die ein Vermächtnis der Revolution darstellen, weil unzählige Menschen sich mit der Revolution entwickelten und sie durch ihre heutige Arbeit weiterführen. Die Werte der Revolution sind Teil ihres Alltags, ohne dass sie es so nennen…

Aus dem Vorwort von Katja Ullmann, Dresden, Januar 2013

Nicaraguanische Legenden und VolkserzählungenKatja Ullmann lebt mit ihrem Mann – Carlos Ampié Loria – in Dresden. Er hat „Nicaraguanische Legenden und Volkserzählungen“ in deutsch und spanisch herausgegeben.

Mehr über die Autoren:
http://katjaullmann.jimdo.com/
http://carliterato13.jimdo.com/