Neuigkeiten aus Ometepe – Hydrotherapie im Nicaragua-See

2014-10-02_09-22-25_33 2014-10-02_09-15-09_665Die im Projekt angestellte Physio­therapeutin Xochilth Alejandra Paizano Nunez informiert uns über ihre Arbeit aus dem Behindertenzentrum CET.
Drei Patienten, die motorische Probleme haben, werden von ihren Familien­angehörigen bei der Hydro­therapie begleitet. Die Hydro­therapie ist die methodische Anwendung von Wasser zur Behandlung akuter oder chronischer Beschwerden, zur Stabilisierung von Körperfunktionen (Abhärtung), zur Vorbeugung, zur Rehabilitation und/oder zur Regeneration. Die Hydrotherapie ist Teil der „klassischen” Naturheilkunde.

OMETEPE Reise – Wie war’s?

Jürgen Neubert

reise1So werden wir wie jedes Mal nach einer Reise auf die Insel gefragt. Die Informationen, die wir weitergeben können, sind dabei nicht wirklich neu. Gerade wer wie wir regelmäßig das Projekt besucht freut sich über die Kontinuität, die angefangen bei den Mitarbeitern, über die Räumlichkeiten und ihre Ausstattung bis zu den Menschen für die das Projekt da ist die „ganz andere Welt“ für uns vertraut erscheinen lässt. Längst sind ja auch über die aktuellen Fotos auf der Homepage, die Berichte der Freiwilligen und die verbesserten Kommunikationsmöglichkeiten alle „im Bilde“ was auf der Insel passiert. Ich möchte daher lieber über Eindrücke schreiben, die für uns (wir waren mit vier Personen vom 06.07.-16.07.14 auf Ometepe unterwegs) bedeutsam waren.

reise2Mit dem Projektleiter Alcides Flores konnten wir aktuell fertiggestellte bzw. im Bau befindliche Projekthäuser besichtigen und dabei über das Schicksal der Familien, für die diese Häuser gebaut wurden, einiges erfahren. Es sind die bedürftigsten Menschen, denen dieses Hilfe „Ein Dach über dem Kopf“ zugutekommt. Und obwohl bereits über 170 Häuser gebaut wurden, waren wir erschüttert das Schicksal un die Lebensumstände der Menschen zu sehen, denen aktuell geholfen wird. Die Hilfsbedürftigkeit in diesem Zweig des Projektes reißt nicht ab und die Hilfe, die wir leisten wirkt langfristig.

Für die übrigen Bereiche des Projekts gilt die oben genannte Kontinuität. Erwähnt sein och die neue, engagierte Physiotherapeutin Xochilt. Auch ihr Vorgänger musste sich in dem sehr kleine Behandlungsraum und den beschränkten Möglichkeiten an Hilfsmitteln arrangieren. Seine Nachfolgerin ist voller Engagement und es wäre gut, wenn sich die räumliche Situation und die Ausstattung dort bald verbessern ließen.

reise3Besorgt waren wir mit den Campesinos über die Trockenheit, die bereits das ganze Jahr über die Lebensgrundlage der Menschen gefährdet. Ohne Regen war keine Aussaat möglich und wo ausgesät wurde stand der Reis nach 8 Wochen 5cm hoch und die Pflanzen waren in Gefahr zu verdorren. Die Folgen sind gestiegene Preise für Reis und Bohnen und die Schwierigkeit für die, die den Gürtel schon enger geschnallt haben, bei der nächsten Gelegenheit genügend Saatgut zu finanzieren. Es ist wichtig, diese Entwicklung mit Jorge Quintana dem Geschäftsführer der Genossenschaft EICA zu beobachten und wenn nötig schnell zu reagieren.

Begegnungsfest besonderer Art in der Ev. Kirchengemeinde Wiehl im Rahmen der Interkulturellen Woche

Zum Tag des Flüchtlings am 26. September 2014

„Wächst die Angst vor Asylsuchenden“, haben wir uns gefragt. 26-09-2014_IKW-Fluechtlingsgespraech-Wiehl_vma„Gibt es wieder Reden vom massenhaften Missbrauch des Asylrechts?“ Sind wir interessiert daran, ein fremdes Gesicht in unserer Stadt zu begrüßen oder macht uns ein Mensch Angst, der uns mit dunkler Haut und schwarzen Haaren begegnet? Viele Fragen standen im Raum und so führten

Monika und Michael Höhn durch einen Begegnungsabend besonderer Art, der zum Tag des Flüchtlings im Rahmen der Interkulturellen Woche im Ev. Gemeindehaus der Kirchengemeinde Wiehl stattfand. Eingeladen waren Nachbarn, Presbyter, Kirchgänger und solche, die mit Kirche wenig zu tun haben – alle, die an den Menschen, die aus ihren Herkunftsländern fliehen mussten, interessiert sind.

Das Thema der Interkulturellen Woche Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern hatte sich geradezu angeboten, den Gedanken konkret umzusetzen und eine solche Begegnung zu nutzen. Zur großen Freude der Organisatoren kamen mehr als 70 Menschen zusammen.

Deutsche Interessierte, Asylsuchende aus Waldbröl mit Dieter Brüser vom Freundeskreis Asyl. Er berichtete über die Situation in Waldbröl und die Flüchtlinge, die in Waldbröl untergekommen sind: Menschen aus Syrien, Albanien, Guinea, Iran, dem Sudan. Mit insgesamt 10 Flüchtlingen besuchten sie das Flüchtlingsgespräch in Wiehl.

Nach der Begrüßung durch Michael Höhn informierte Sozialarbeiter Konrad Gerards über die Situation der Flüchtlinge in Wiehl. Ingesamt leben etwa 100 Flüchtlinge in Wiehl – Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge – aus Guinea – Westafrika, Pakistan, Bangladesh, Eritrea, Marokko und Algerien. 40 von ihnen wohnen in der Friedhofstraße. Einige Flüchtlinge sind in Bielstein untergebracht, andere leben in Privatwohnungen in Wiehl, Bomig und Bielstein.

Der WDR-Film, in dem die Reise von Monika Höhn und Jörg Decker 1993 und ihre Verhaftung im kurdischen Teil der Türkei gezeigt wurde, verdeutlichte noch einmal die Situation der Menschen, die damals in der Bielsteiner Burg untergekommen waren und inzwischen anerkannt unter uns leben.

Auch ein kurzer Film, den der 13jährige Marc Leon Bettermann bei seinem Besuch mit seinen Großeltern Monika und Michael Höhn in der Unterkunft gedreht hatte, gab einen kleinen Einblick in die Unterkünfte an der Friedhofstraße.

Viele Asylsuchende von damals, denen Monika Höhn Sprachunterricht gegeben hatte, sind aus unserem Stadtbild nicht mehr wegzudenken – vor allem ihre gut besuchten Imbissstuben. Katja Celik – vor 19 Jahren in der Ev. Kirchengemeinde Wiehl konfirmiert – ist mit dem Besitzer des Wiehler Weiher Snacks Cetin Celik verheiratet. Die kurdische Familie Celik lebt seit mehr als 20 Jahren in Wiehl. Katja und Cetin haben heute drei gemeinsame Kinder und Katja beherrscht die türkische Sprache perfekt. Sie sorgte mit ihrer Schwägerin Esra für ein wunderbares türkisches Buffet, an dem sich auch junge türkische Frauen aus der Moscheegemeinde in Waldbröl beteiligten, die gerne den Wiehlpark besuchen. Eine albanische Flüchtlingsfrau aus Wiehl hat ebenfalls zu den köstlichen Leckereien beigetragen.

Zu den ehemaligen Flüchtlingen gehört auch Kadri Karagöz, Besitzer der Imbissstube gegenüber dem Rathaus, dessen Tochter im kommenden Jahr ihr Abitur am Bonhoeffer-Gymnasium in Wiehl absolvieren wird. Seine Frau Sunay hatte gerade an einer Ausstellung mit Künstlern mit Migrationshintergrund im Rahmen der Interkulturellen Woche am Kaufmännischen Berufskolleg in Gummersbach teilgenommen.

Das erfreuliche Ergebnis dieses wirklich gelungenen Abends: Solche Begegnungen sollten wiederholt werden, bei denen sich Menschen aus fremden Kulturen kennen lernen können.

Spontan fand sich eine junge Germanistik-Studentin bereit, Sprachunterricht zu erteilen. Die Überlegungen dazu sind bereits angelaufen. Dr. Tim Lindfeld vom Katholischen Bildungswerk hat die finanziellen Möglichkeiten dazu angeboten und die Ev. Kirchengemeinde soll angesprochen werden, um Räumlichkeiten dafür zur Verfügung zu stellen. Ein rundum erfreulicher Abend der eindeutig im Licht des Mottos der IKW stand:

Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern.

Zurück bleibt ein Traum – Zuhause in Deutschland Gespräch und Lesung mit 260 SchülerInnen

01_2014_09_Lesung_Hepel001[1]„Ich bin neugierig auf Menschen,“ sagt Michael Höhn, Autor und ev. Berufsschulpfarrer i.R. als er sich den 260 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 8 bis 10 in der Realschule Auf dem Hepel in Gummersbach vorstellte. Im Rahmen der Interkulturellen Woche war er zu einer Lesung in die Realschule eingeladen worden.

„Die Eheleute Höhn sind der Schule bekannt,“ erklärte die Schulleiterin Angela Harrock den Schülerinnen und Schülern. Seit vielen Jahren spendet die Schule den Erlös aus ihrem „Dezemberabend“ dem Ometepe-Projekt Nicaragua, mit dem auf der Insel im Großen Nicaragua-See mehrere Häuser für die Ärmsten gebaut werden konnten.
Interessiert folgten die Schülerinnen und Schülern den Erzählungen, als Michael Höhn sich als angehender junger Pfarrer gegen Mietwucher und Ausbeutung ausländischer Gastarbeiter in den 70er Jahren in Düsseldorfer Baracken engagierte. Ebenso der Geschichte von seiner ehemaligen Schülerin Teresa Misere, die aus Kolumbien stammt und von einer Engelskirchener Familie als Siebenjährige adoptiert worden ist. Heute ist sie Besitzerin eines Frisiersalons in Engelskirchen und Mutter eines kleinen Jungen.

Auch von seinem ehemaligen Schüler im Berufskolleg Gummersbach erfuhren die SchülerInnen, der als Fremdenhasser inzwischen ein Fremdenfreund geworden ist.
„Alle Geschichten habe ich durch Menschen erfahren,“ erzählt Michael Höhn, „und vielleicht habt Ihr ja auch die eine oder andere spannende Geschichte erlebt und wollt sie mir schreiben.“
Geschichten von Menschen wurden zum Auslöser für viele Jugendromane, die Michael Höhn im Lauf der Jahre geschrieben hat.

„Ich freue mich immer wieder, wenn es mir gelingt, so viele junge Menschen auch durch mein Lesen und meine Erzählungen zu erreichen,“ sagte Michael Höhn. Erstaunt war er, dass bei seiner Nachfrage etwa die Hälfte der SchülerInnen eine Migrationshintergrund haben.

Ometepe im Frauen-Abendkreis in Bielstein

FotoDas Pfarrer-Ehepaar Sonnenberg hatte Monika und Michael Höhn zu einem Ometepe Abend in ihren Frauen-Abendkreis in das Ev. Gemeindehaus Wiehl-Bielsten eingeladen.

Nach dem Film, den der Evangelienrundfunk über das Ometepe-Projekt gemacht hatte, kam es zu einem anregenden Gespräch über die Insel und ihre Bewohner.

Dona PaulitaAuf besonderes Interesse stießen die von Dona Paulita hergestellten Kalebassen aus dem ärmsten Dorf San Marco, mit deren Verkauf die Arbeit der über 80-jährigen Frau unterstützt wird.

Benefiz-Konzert in Dortmund

_DSC4454Vollbesetzte Ev. St. Marien-Kirche in Dortmund zum Benefizkonzert mit dem Bläserorchester AufWind für das Ometepe-Projekt Nicaragua.

Mit einem solchen Erfolg hatte Dr. Susanne Lindner, Ärztin und seit vielen Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterin im Ometepe Projekt nicht gerechnet. Die St. Marienkirche war zu ihrer großen Freude bis auf den letzten Platz belegt. Mit einem abwechslungsreichen Programm gab es am Sonntag, dem 21. September um 17 Uhr ein Konzert mit 40 Musikerinnen und Musikern. … weiterlesen →

Unerwartete Spenden-Überraschung für das Ometepe-Projekt

Das Ometepe-Projekt kenne ich seit Jahren, ich habe Ihren Projektleiter, Alcides Flores,
auf einer Veranstaltung in Wiehl persönlich kennen gelernt. Das Projekt hatte mich schon damals überzeugt.Vielleicht kann ich ja in ein oder zwei Jahren einmal mitreisen nach Ometepe…

Wir danken Herrn Leander Eschbach aus Rösrath für seine großzügige Spende über 10.000€!